Deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch rettete 65 Menschen

    15. Mai 2019, 17:30
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    Flüchtlinge und Migranten vor der libyschen Küste aufgenommen

    Rom – Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch hat 65 Migranten an Bord eines Schlauchbootes 30 Seemeilen von der libyschen Küste gerettet. Das Schlauchboot war von einem Flugzeug gesichtet worden. Die Crew der "Sea-Watch 3" alarmierte die italienische, die maltesische und die libysche Küstenwache, doch niemand habe reagiert, berichtete die Hilfsorganisation am Mittwoch.

    "Im Mittelmeer sinkt die Zahl der Zeugen, nicht der Abfahrten", twitterte Sea-Watch. "Unsere Häfen bleiben geschlossen", kommentierte der italienische Innenminister Matteo Salvini. Er droht privaten Rettern immer wieder mit Ermittlungen, sollten sie unerlaubt Geflüchtete nach Italien bringen.

    Die "Sea-Watch 3" fährt unter niederländischer Flagge und wurde wie andere NGO-Schiffe zuletzt mit geretteten Migranten an Bord auf dem Meer blockiert. Anschließend konnte die NGO wegen eines Rechtsstreits in den Niederlanden nicht in See stechen. (APA, 15.5.2019)

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