"Game of Thrones" verabschiedet sich wohl mit einem Knalleffekt

    15. Mai 2019, 14:20
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    Das preisgekrönte Fantasy-Epos geht mit Folge 73 zu Ende. Nach Meinung vieler Fans ging Machern nun die Luft aus

    Berlin – Das bevorstehende Ende der Kultserie "Game of Thrones" lässt Fans auf der ganzen Welt grübeln. Unzählige Theorien dazu geistern aktuell durch des Internet. Die Serienmacher hatten lange Zeit, sich Gedanken über das große Finale zu machen. In der Nacht auf Montag präsentieren sie den Zuschauern auf Sky die Antwort.

    Ab dann ist die 73. und letzte Episode der mehrfach mit einem Emmy ausgezeichneten Fantasy-Saga beim Pay-TV-Sender Sky und im Internet zu sehen. Und etliche Zuschauer werden sich wohl den Wecker stellen, um die letzten Minuten schon am frühen Morgen zu verfolgen. Denn die Gefahr, im Lauf des Tages beim Surfen im Internet oder durch Gespräche im Bus aus Versehen das Ende mitzubekommen, ist groß.

    Der Hype war riesig, bevor die achte "GoT"-Staffel vor wenigen Wochen startete. Die Fans fragten sich, wie die Serienschöpfer es schaffen würden, die unzähligen Handlungsstränge in nur sechs Folgen zufriedenstellend zusammen- und die Handlung zu einem plausiblen Ende zu bringen. Die Antwort ist für manche Anhänger ernüchternd.

    Trotz grandioser, musikalischer Untermalung und atemberaubender, visueller Effekte bleibt bei vielen ein fader Beigeschmack. Die Handlung sei zu schnell vorangepeitscht worden, kritisieren Zuschauer in Fanforen. Logik und Charakterentwicklungen blieben so oft auf der Strecke.

    foto: ap / helen sloan

    ACHTUNG – JETZT KOMMEN SPOILER!

    Der böse Nachtkönig etwa, der mit seiner Zombiearmee von der allerersten Folge an als großer Endgegner aufgebaut worden war, fand schon in der dritten Episode der finalen Staffel ein plötzliches Ende. Das sorgte zwar für eine denkwürdige Szene, kam für viele aber trotzdem zu schnell. Auch der unspektakuläre Tod der zweiten großen Antagonistin – Königin Cersei Lannister – wurde vielfach kritisiert.

    Kritik ist nicht neu

    Doch Kritik an der derzeit wohl meistgehypten Fernsehserie ist nicht neu. Die Autoren können es eben nicht jedem recht machen. "Einige Leute werden zufrieden sein, andere dagegen nicht so sehr", sagten Sophie Turner und Maisie Williams, die die Schwestern Sansa und Arya Stark spielen, kürzlich in einem Interview über die letzten Folgen.

    Viele rechnen damit, dass die Saga, die auf der noch unfertigen Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer" basiert, mit einem Knall enden wird. Mit der eigentlichen Sympathieträgerin Daenerys Targaryen wurde kurz vor dem Finale – zum Unmut vieler Zuschauer – ein neuer Bösewicht erschaffen, den es nun zu bekämpfen gilt. Inklusive Drachen und Armee.

    Nach den letzten 80 "Game of Thrones"-Minuten und der zweistündigen Doku "The Last Watch", die in einer Woche ausgestrahlt wird, müssen sich die Fans nun von Jon Snow, Arya Stark und Co verabschieden. Und dann?

    Ableger und Nachschub

    Der US-Sender HBO hat bereits einen Ableger geplant, der tausende Jahre vor den Ereignissen bei "GoT" spielt – ebenfalls auf dem fiktiven Kontinent Westeros. Wann die Serie um Hollywood-Star Naomi Watts (50) zu sehen sein wird, ist aber noch unklar.

    Streaminggigant Netflix hat sich die Rechte an der Buchreihe "Die Chroniken von Narnia" gesichert, Konkurrent Amazon Prime verspricht eine "Herr der Ringe"-Serie. Außerdem könnte es Medienberichten zufolge Serienneuauflagen von "Avatar" und "Conan, der Barbar" geben. Für Fantasy-Nachschub ist also auch nach dem dramatischen "Game of Thrones"-Finale gesorgt. (APA, 15.5.2019)

    Wenn Sie Lust darauf haben, Menschen über "Game of Thrones" schimpfen zu hören, dann sind Sie bei Serienreif, dem STANDARD-Podcast, genau richtig. Hier geht es um die Frage, ob bzw. wie schlecht die neue Staffel wirklich ist:

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