USA prüfen wegen Iran Entsendung von 120.000 Soldaten in Nahen Osten

    14. Mai 2019, 13:22
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    Laut "New York Times" hat der kommissarische Verteidigungsminister Shanahan entsprechende Pläne präsentiert

    Washington – In der US-Regierung werden einem Medienbericht zufolge mehrere militärische Optionen diskutiert für den Fall, dass der Iran amerikanische Streitkräfte angreifen oder die Arbeit an Atomwaffen vorantreiben sollte. Einer der möglichen Pläne sehe vor, 120.000 Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsvertreter.

    Der kommissarische Verteidigungsminister Patrick Shanahan habe den Plan bei einem Treffen mit Spitzenberatern von Präsident Donald Trump am Donnerstag vorgestellt. Das Präsidialamt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Das Pentagon wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

    US-Bomberstaffel in der Region

    Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nahmen zuletzt zu. Die USA haben einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in die Region entsandt. Am Montagnachmittag besprach US-Außenminister Mike Pompeo in Brüssel mit seinen Kollegen aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland die Folgen der Eskalation.

    Deutschland zeigte sich sehr besorgt. Man wolle nicht, dass es zu einer militärischen Eskalation komme, sagte Außenminister Heiko Maas am Montag nach einem Treffen mit Pompeo in Brüssel.

    Spanien zeiht sich aus Fregatte zurück

    Spanien zieht sich vorübergehend aus dem US-geführten Flottenverband vor dem Iran heraus. Die Fregatte "Mendez Nunez" sei aus der Gruppe unter Führung des US-Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" herausgelöst worden, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Madrid mit.

    Pompeo erklärte unterdessen dem US-Sender CNBC: "Krieg ist nicht unser Ziel." Vielmehr sei es die Absicht der USA, das Verhalten der iranischen Regierung zu ändern. Es müsse aber auch sichergestellt sein, dass Trump Optionen habe für den Fall, dass der Iran "eine schlechte Entscheidung" treffe. (APA, red, 14.5.2019)

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