Altach macht gegen Admira nächsten Schritt zum Klassenerhalt

11. Mai 2019, 19:14
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Vorarlberger nach 2:2 gegen Südstädter nun fünf Zähler vor Abstiegsrang

Altach – Der SCR Altach ist in der Fußball-Bundesliga dem Klassenverbleib wieder ein Stückchen näher gerückt. Die Vorarlberger liegen nach einem 2:2 (1:2) gegen die Admira am Samstag bei zwei ausstehenden Runden fünf Zähler vor dem Abstiegsrang. Die Südstädter sind weiter gefährdeter, sie haben weiter zwei Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht, das nun Wacker Innsbruck heißt.

Samuel Oum Gouet (5.) brachte Altach in einer turbulenten Anfangsphase voran. Nach dem fast postwendenden Ausgleich durch Patrick Schmidt (7.) drehte ein Eigentor von Altachs Anderson (13.) dann das Spiel für die Admira. Der Brasilianer Anderson machte den Fauxpas durch seinen ersten Liga-Treffer (68.) dann wieder vergessen. Altach darf durch Mattersburgs Niederlage in Hartberg sogar noch vom Sprung ins Europacup-Play-off träumen. Auf die Burgenländer fehlen dazu drei Punkte.

Die erste Viertelstunde in der Cashpoint-Arena hatte es in sich. Altach, wo es im Hintergrund weiter Verhandlungen um den Verbleib von Trainer Alex Pastoor gibt, legte bei strömendem Regen vor. Nach einem Fehlpass der Gäste im Spielaufbau startete der Konter, Oum Gouet traf per leicht abgefälschtem Fernschuss zur raschen Altacher Führung. Diese sollte nicht nur kurz währen, sondern in den kommenden acht Minuten gar gedreht werden.

Zunächst konnte Schmidt nach einem Pusch-Freistoß völlig unbeachtet volley abschließen, dann lenkte Anderson eine Hereingabe von Pascal Petlach ins eigene Tor. Beide Male offenbarten die Altacher Konzentrationsmängel. Doch auch die Admira ließ Chancen zu. Bei einem Freistoß kam Benedikt Zech fünf Meter vor dem Tor frei zum Kopfball, ließ die Möglichkeit auf Altachs Führung zu diesem Zeitpunkt (11.) aber liegen.

Nach der frühen Torparade flaute die Partie ab. Schmidt hatte für die Admiraner noch die Chance auf den dritten Treffer, scheiterte aber an Altach-Schlussmann Martin Kobras (25.). Bei den Niederösterreichern fiel Stephan Zwierschitz aufgrund einer Adduktorenblessur aus, Abwehrchef Christoph Schösswendter (ebenfalls Adduktoren) hatte für das Spiel bereits passen müssen.

Altach belohnte sich für eine klare Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zumindest noch mit einem Punkt. Zwar konnte sich die nun geordneter spielende Pastoor-Elf nur wenige Torchancen herausarbeiten, das 2:2 durch Anderson, der im Anschluss an einen Eckball mitten durch eine Menschenmenge traf, war aber vollends verdient. Für Altach wäre fast noch mehr möglich gewesen: Emanuel Schreiner traf in der 90. Minute nach Vorarbeit von Anderson nur die Latte. (APA, 11.5.2019)

Fußball-Bundesliga, 30. Runde – Qualifikationsgruppe:

SCR Altach – FC Admira 2:2 (1:2)
Altach, Cashpoint-Arena, 3.508, SR Lechner

Tore:
1:0 (5.) Oum Gouet
1:1 (7.) Schmidt
1:2 (13.) Anderson (Eigentor)
2:2 (68.) Anderson

Altach: Kobras – Anderson, Zech, Zwischenbrugger, Karic – Meilinger, Piesinger, Oum Gouet, Schreiner – Gebauer (67. Dobras), Berisha

Admira: Leitner – Petlach, Bauer, Zwierschitz (24. Aiwu) – Maier, Vorsager, Toth, Spasic – Kalajdzic, Pusch (80. Paintsil), Schmidt (92. Bakis)

Gelbe Karten: Zech bzw. Maier, Petlach, Aiwu, Pusch, Vorsager, Toth

Stimmen:

Alex Pastoor (Trainer Altach): "Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, die Räume zu nutzen. Das ist in der zweiten Halbzeit viel besser gelungen, das haben wir hervorragend gemacht. Da haben wir auch den einfachen Pass gespielt. Mit dem Ergebnis müssen wir am Ende zufrieden sein. Auch wenn natürlich die Chancen zum Siegtreffer da gewesen sind."

Reiner Geyer (Trainer Admira): "Wir nehmen den Punkt gerne mit. Die Jungs haben nach dem schnellen Rückstand eine Reaktion gezeigt und selbst Initiative ergriffen. Am Ende war klarerweise auch leidenschaftliches Verteidigen gefragt gegen einen stark aufspielenden Gegner."

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