Rapid fixiert gegen Wacker Play-off-Teilnahme

    11. Mai 2019, 19:03
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    Nach 1:0-Sieg gegen Innsbrucker nicht mehr von Platz eins der Qualifikationsgruppe zu verdrängen – Chance auf Europa-League-Teilnahme für Hütteldorfer

    Wien – Rapid hat die Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga am Samstag vorzeitig für sich entschieden. Die Hütteldorfer besiegten Wacker Innsbruck vor 13.800 Zuschauern im Allianz Stadion verdient 1:0 und können in den letzten beiden Runden nicht mehr von der Spitze verdrängt werden. Die Wiener haben damit fix Heimrecht zum Auftakt des Europacup-Play-off am 28. Mai gegen den Qualigruppen-Zweiten.

    Fünfter Badji-Treffer

    Matchwinner für die Hausherren war Aliou Badji (64.) mit seinem fünften Treffer im 12. Ligaspiel. Die Rapidler gewannen damit alle vier Saisonduelle mit den Tirolern. Das war ihnen zuvor noch nie gelungen. Für die Tiroler war die Niederlage extrem bitter, sie fielen durch den 2:1-Sieg von Hartberg gegen Mattersburg ans Tabellenende zurück. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf die Steirer und die Admira, die in Altach 2:2 spielte. Bei der Admira treten die Tiroler am kommenden Samstag an.

    Die Rapidler machten von Beginn an das Spiel, taten sich aber schwer damit, Chancen herauszuspielen. Ein einziges Mal konnten die Wiener richtig schön durchkombinieren, der Abschluss des im offensiven Mittelfeld aufgebotenen Stefan Schwab fiel aber zu schwach aus (22.). Bei zwei gefährlichen Aktionen konnten die Tiroler zudem Schüsse blocken, in der Anfangsphase war ein Grahovac-Freistoß drübergegangen (11.). Die Gäste versuchten auch nach vorne Lösungen zu finden, blieben aber vorerst ohne Topchance.

    Schobesberger on fire

    Die ersten paar Minuten nach Wiederbeginn hatten dann mehr zu bieten als die gesamte erste Hälfte. Rapid verschärfte den Druck und hätte mehrmals vorlegen können. Christopher Knett hielt einen Abschluss des von Philipp Schobesberger bedienten Badji (47.). Schobesberger selbst kam dem Torerfolg gleich darauf noch viel näher. Eine leicht abgefälschte Flanke des 25-Jährigen landete an der Stange, zudem rettete Knett im Duell mit dem Rapid-Offensivspieler in höchster Not (jeweils 50.). Knett war es auch, der eine weitere Schobesberger-Chance mit einer Fußabwehr zunichtemachte (54.).

    Zwei Minuten später hätten die Tiroler beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Der aufgrund starker Trainingsleistungen diesmal anstelle von Einsergoalie Richard Strebinger aufgebotene Tobias Knoflach fischte einen Freistoß von Roman Kerschbaum aus dem Kreuzeck.

    Sechster Rapid-Sieg in acht Spielen

    Spielbestimmend blieben die Wiener, die auch leistungsgerecht in Führung gingen. Eine von Lukas Hupfauf abgefälschte Bolingoli-Hereingabe drückte Badji aus kürzester Distanz über die Linie. Wacker steckte aber nie auf und hätte beinahe noch den Ausgleich geschafft. Bei einem leicht abgefälschten Schuss von Sascha Horvath fehlte nicht viel (80.), genauso wie bei einem Kerschbaum-Kopfball (88.). Wacker ging aber nach dem 4:1 in Altach und dem 1:0 gegen Hartberg wieder einmal als Verlierer vom Platz. Für Rapid war es der sechste Sieg im achten Spiel im "unteren Play-off". (APA, 11.5.2019)

    Fußball-Bundesliga – 30. Runde, Qualifikationsgruppe:

    SK Rapid Wien – FC Wacker Innsbruck 1:0 (0:0)
    Wien, Allianz Stadion, 13.800, SR Harkam.

    Tor: 1:0 (64.) Badji

    Rapid: Knoflach – Auer (67. Müldür), Dibon, Hofmann, Bolingoli – Grahovac, D. Ljubicic (62. Knasmüllner) – Murg, Schwab, Schobesberger – Badji (81. Pavlovic)

    Innsbruck: Knett – Hupfauf, Maak, Maranda, Klem – Henning (70. Satin), Kerschbaum – Dieng (74. Gründler), Taferner (86. Rakowitz), Horvath – Dedic

    Gelbe Karten: Keine bzw. Kerschbaum, Hupfauf

    Stimmen:

    Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "Wir haben gewusst, dass sich Wacker aufgrund der zwei Siege mit einem anderen Gesicht präsentieren wird und nicht mehr so blauäugig ist wie am Tivoli, wo wir eigentlich wirklich ein Durchhaus gehabt haben. Die Mannschaft hat bis zum 1:0 gut gespielt, es aber verpasst, Tore zu erzielen. Das muss ich der Mannschaft schon vorwerfen, und nach dem 1:0 haben wir komischerweise Wacker Innsbruck ein bisschen mitspielen lassen und es uns damit unnötig schwer gemacht. Vom Spiel selbst her war es ein verdienter Sieg. Der Qualigruppensieg war für uns wichtig, weil unser Anspruch war klar Platz sieben."

    Thomas Grumser (Innsbruck-Trainer): "Das Spiel ist so verlaufen, wie wir das erwartet haben. Rapid hatte sehr viel Ballbesitz, wir haben versucht unser Zentrum gut zu verteidigen, das haben wir in der ein oder anderen Situation gut gemacht, wir haben aber auch Glück gebraucht. Schade ist, dass wir das Verlusttor nach einem Umschaltspiel hinnehmen haben müssen. Hinten raus haben wir es geschafft, dass wir den Ballbesitz in die Hälfte von Rapid verlegen, ohne dabei aber zwingend zu werden. Wichtig ist, dass wir es noch in der eigenen Hand haben. Wir werden alles tun, um die Liga zu halten."

    • Aliou Badji (Mitte) sorgte für die Entscheidung.
      foto: apa/herbert pfarrhofer

      Aliou Badji (Mitte) sorgte für die Entscheidung.

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