Türkische Behörden nehmen in einer Woche 167 angebliche Terroristen fest

    10. Mai 2019, 17:16
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    Mutmaßliche Verbindungen zur verbotenen Gülen-Bewegung als Grund

    Ankara – Fast drei Jahre nach dem Putschversuch in der Türkei reißt die Serie der Fahndungen und Festnahmen nicht ab. Allein am Freitag ließen Staatsanwälte bei Razzien in vielen Provinzen 58 Menschen festnehmen, unter ihnen ehemalige Lehrer und Sicherheitskräfte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

    Ihnen würden Verbindungen zur Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen. Den macht die Regierung für den Putschversuch von 2016 verantwortlich.

    Insgesamt 500.000 Verhaftungen

    Zählt man alle Anadolu-Berichte der Woche über Gülen-bezogene Festnahmen zusammen, kommt man zwischen Montag und Freitagnachmittag auf 167 Festnahmen. Insgesamt sind seit dem Putschversuch nach Regierungsangaben aus dem März rund 500.000 Menschen wegen angeblicher Gülen-Verbindungen festgenommen worden – rund 30.000 sollen weiter in Haft sein.

    Auch zahlreiche deklarierte Gegner der Gülen-Bewegung, vor allem Intellektuelle und Journalisten, werden von der immer autoritärer agierenden Regierung beschuldigt, mit dem einst mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan verbündeten und nunmehr mit ihm verfeindeten Prediger in Verbindung zu stehen. (APA, 10.5.2019)

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