Elefantengeburten können Todesfälle durch Wilderei nicht ausgleichen

    10. Mai 2019, 13:52
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    Artenschützer: Wilderei bleibt "bedeutsame Bedrohung" für Afrikanische Elefanten

    foto: ap photo/denis farrell
    Afrikanische Elefanten waren einst von der Mittelmeerküste bis zum Kap der guten Hoffnung verbreitet.

    Genf – Allen Schutzmaßnahmen zum Trotz bedroht die Wilderei nach Einschätzung von Experten weiterhin das langfristige Überleben der Elefanten in Afrika. "Das illegale Töten der Afrikanischen Elefanten wegen ihres Elfenbeins bleibt eine bedeutsame Bedrohung für die Population der Tiere in den meisten Staaten", sagte die Generalsekretärin des Artenschutzübereinkommens CITES, Ivonne Higuero.

    Untersuchungen zeigten, dass die Zahl der Todesfälle in einigen Staaten weiterhin zu hoch sei, um durch Geburten ausgeglichen zu werden – und ein erheblicher Prozentsatz der Todesfälle gehe auf das Konto von Wilderern. Im vergangenen Jahr seien in Afrika 1.235 Elefanten-Kadaver untersucht worden. In 520 Fällen habe es sich um illegale Tötungen gehandelt, ergab die CITES-Analyse.

    Katastrophaler Schwund der Bestände

    Innerhalb von 100 Jahren sei die Zahl der Afrikanischen Elefanten von rund zwölf Millionen auf nun etwa 400.000 gefallen. Zugleich habe sich die Zahl der Menschen in Afrika in diesem Zeitraum auf gut 1,2 Milliarden verzehnfacht. Außer einer verstärkten Strafverfolgung von Wilderern müsse die internationale Gemeinschaft auch Wege finden, die die Interessen des Artenschutzes und die der lokalen Bevölkerung vereinen, so Higuero.

    Das Artenschutzübereinkommen CITES soll den nachhaltigen internationalen Handel mit Tieren und Pflanzen sichern. Durch das Abkommen werden mehr als 35.000 Arten geschützt. Die ursprünglich für Ende Mai geplante CITES-Artenschutz-Konferenz in Sri Lanka wurde nach den verheerenden islamistischen Anschlägen vom Ostersonntag abgesagt. Ein neuer Termin für die Konferenz ist noch nicht bekannt. (APA, red, 10. 5. 2019)


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    CITES

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