Wien bekommt ein neues Zentrum für alte Menschen

    9. Mai 2019, 12:35
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    Bis zum Jahr 2021 sollen die Um- und Zubauten am Franziskus Spital und im Malteser Ordenshaus abgeschlossen sein

    Wien – Das Thema Pflege ist eine der größten Herausforderungen, die Österreich im Sozial- und Gesundheitsbereich zu bewältigen hat. Die Elisabethinen Wien-Mitte arbeiten nun in Kooperation mit dem Franziskus Spital und dem Malteser Ordenshaus an einem neuen Zentrum für Menschen im Alter.

    Das Zentrum wird die Bereiche "Gesundheit im Alter", "Therapie im Alter" und "Wohnen im Alter" abdecken. Das Angebot soll die verschiedenen Versorgungsstufen und Therapiemethoden enthalten, auch ein Hospiz, zur Begleitung in der letzten Lebensphase, ist geplant.

    Die aktuellen Zu- und Umbauarbeiten im Franziskus Spital werden bis 2021 abgeschlossen sein. Auch eine eigene Einrichtung für Überleitungspflege soll gemeinsam mit dem Fonds Soziales Wien errichtet werden. Insgesamt 40 Betten sollen individuelle und bedarfsgerechte Pflegeleistungen ermöglichen: "Die Überleitungspflege ist ein Angebot für Patienten und Angehörige, das eine Brücke zwischen dem Krankenhaus, den sozialen Diensten und dem Zuhause des Patienten darstellen soll. Ziel ist es, größtmögliche Betreuungskontinuität und damit ein individuell möglichst hohes Maß an Lebensqualität für die Betroffenen zu erreichen", erklärt Raimund Kaplinger, Geschäftsführer der Elisabethinen.

    Keine Ghettos schaffen

    Zusätzlich soll das Alten- und Pflegeheim im Malteser Ordenshaus erweitert werden. Der geplante Zubau wird ab Weihnachten 2020 die Aufgaben des derzeitigen Altenwohnheimes Haus Malta in der Bürgerspitalgasse übernehmen und ab 2021 auch für neue Bewohner beziehbar sein. "Aufgrund der Veränderungen in der Gesellschaft und der demografischen Entwicklung in unserem Land, wird in Zukunft ein Schwerpunkt unserer Tätigkeiten auf den Bereich des Wohnens gelegt", sagt Kaplinger.

    Dabei geht es vor allem um Wohnmöglichkeiten, in denen ältere Menschen möglichst lange selbständig leben können und nicht den Anschluss an eine Gemeinschaft verlieren. "Wir wollen keine Ghettos für ältere Menschen schaffen. Deshalb werden im neuen Zentrum für Menschen im Alter bewusst verschiedenste, individuelle, altersgerechte Wohnformen mit unmittelbarer Anbindung an das Krankenhaus geschaffen", so Kaplinger. (red, 9.5.2019)

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