Welches Tier hat bei den Österreichern das beste Image?

    8. Mai 2019, 14:13
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    Umfrage zeigt positives Bild der Honigbiene und weit verbreitetes Problembewusstsein, was das Bienensterben betrifft

    Wien – Mit einer Online-Umfrage hat das österreichische Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent zu erheben versucht, welche Tierarten hierzulande das beste Image haben. Befragt wurden 1.000 Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren.

    Das Ergebnis ist ein wilder Mix aus Haus-, Nutz- und Wildtieren, aus heimischen und weit entfernt lebenden Arten sowie aus Einzelspezies und ganzen zoologischen Klassen. So rangierten Hunde, Hauskatzen, Elefanten und Adler weit vorne im Ranking der "sympathischsten" Tiere. Affen werden laut den Ergebnissen vor Hunden, Elefanten und Katzen als intelligenteste Tiere angesehen, die höchste soziale Intelligenz wird Hunden und Affen zugesprochen. Das meiste Unbehagen lösen Haie vor Schlangen, Spinnen, Bären, Löwen und Wölfen aus.

    Anerkennung für die Biene

    Aufgrund der Nichtvergleichbarkeit der Kandidaten hält sich die Aussagekraft in Grenzen – interessant ist immerhin das Image der Honigbiene. 69 Prozent der Befragten fanden sie "sympathisch" und knapp 90 Prozent schreiben ihr viel Fleiß zu. Angst lösen Bienen nur bei acht Prozent der Österreicher aus. Bei den 14 bis 19-Jährigen waren es sogar 17 Prozent, bei den abgeklärteren Über-60-Jährigen hingegen kaum mehr als ein Prozent.

    Zudem fand die Honigbiene als wichtigste Tierart für das Ökosystem mehr als 95 Prozent Zustimmung, was sie gleichzeitig nützlich (87 Prozent) sowie für mehr als zwei Drittel der Österreicher (70 Prozent) sogar unersetzlich macht. Auch sollte sich der Mensch stärker für die Bienen engagieren, befanden drei Viertel der Befragten.

    Problembewusstsein

    Marketagent betont, dass ein klares Bewusstsein für den hohen Stellenwert des Tieres herrsche, das für die Bestäubung von etwa 80 Prozent der blühenden Pflanzen sowie der Nutzpflanzen in der Landwirtschaft Verantwortung trägt. Das massive Bienensterben der vergangenen Jahre habe das Bewusstsein für die negativen Folgen für Landwirtschaft, Ökosystem und Gesundheit erhöht.

    "Die Verantwortung für das Bienensterben sehen die Österreicher in erster Linie bei sich selbst. So sind knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Meinung, dass jeder einzelne Bürger verantwortlich für die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte ist. An zweiter Stelle folgen aus Sicht der Befragten die Lebensmittelkonzerne (53 Prozent)", sagte Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.

    Es bestehe der Wunsch nach zusätzlichen Maßnahmen zum Schutz der Honigbiene, der für 87 Prozent der Befragten nicht ausreichend forciert wird. Drei Viertel (76 Prozent) würden sich hier mehr Engagement wünschen, beispielsweise durch spezielle Schutzprogramme. (APA, red, 8. 5. 2019)

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