Datenschützer warnt vor Einführung von Gesichtserkennung

    8. Mai 2019, 13:42
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    Fehlerquoten seien nach wie vor hoch

    Der deutsche Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber warnt vor einem flächendeckenden Einsatz der biometrischen Gesichtserkennung, die zuletzt am Berliner Bahnhof Südkreuz getestet worden war.

    "Erhebliche Zweifel"

    "Nach dem Testbetrieb (...) habe ich erhebliche Zweifel, ob es sinnvoll ist und datenschutzrechtlich überhaupt unbedenklich, eine solche biometrische Videoerkennung flächendeckend einzuführen", sagte er am Mittwoch in Berlin. Die Fehlerquoten seien nach wie vor hoch. "Wenn man diese Fehlerquoten auf einen flächendeckenden Betrieb umlegen würde, hätten wir eine sehr hohe Zahl von Menschen, die völlig unberechtigt polizeilichen Maßnahmen unterzogen würden." Zudem würden bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders belastet, was zu einer Diskriminierungsdebatte führen würde. (Reuters, 8.5.2019)

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