ÖVP Burgenland kritisiert weiter "Zukunftsplan Pflege"

    6. Mai 2019, 14:54
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    Heime sollen "regional und nicht zentral" errichtet werden – Ausbildung diplomierter Pflegekräfte fehle in Strategie

    Eisenstadt – Die ÖVP Burgenland kritisierte am Montag erneut die Ausbaupläne der rot-blauen Landesregierung bei der Pflege. Der "Zukunftsplan Pflege" lasse viele Fragen offen, stellte Landesparteiobmann Thomas Steiner in Eisenstadt fest. Kritisch sehe man vor allem die Mindestanzahl von 60 Betten in den geplanten Heimen. In der Pflegestrategie des Landes fehle zudem die Ausbildung diplomierter Pflegekräfte.

    "So große Einheiten sind für urbane Räume vielleicht passend, für kleine Gemeinden sind sie aber nicht der beste Weg", sagte Steiner. Die ÖVP fordert stattdessen wohnortnahe und kleinere Heime. "Wir wollen die Pflegeheime vor Ort und regional und nicht zentral", betonte Landesgeschäftsführer Christoph Wolf.

    "Wir müssen in die Ausbildung investieren und den Beruf attraktivieren", forderte Steiner. Immerhin werde der Bedarf an Pflegekräften mit den zusätzlichen Heimen massiv ansteigen. "Es werden mindestens 120 diplomierte Pflegekräfte sein, die wir zusätzlich brauchen", meinte der ÖVP-Landesparteiobmann.

    Dass das Burgenländische Hilfswerk, das sich kritisch zu den Ausbauplänen geäußert habe, in den Plänen nicht berücksichtigt sei, sieht die ÖVP als Zeichen dafür, dass "die Pflege durch die SPÖ parteipolitisch vereinnahmt" werde. Schon 2018 habe die Volkspartei versucht, Verbesserungen im Bereich der Pflege anzuregen. Nun habe die SPÖ mit dem Ausbauplan "eingestanden, dass das Burgenland bei den Pflegebetten viel Nachholbedarf hat", betonte Steiner. (APA, 6.5.2019)

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