Von Topf zu Topf – immer der Schwarzmeer-Küste entlang

    11. Mai 2019, 11:00
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    Essen und Reisen: Autorin Caroline Eden hat in ihrem Buch "Schwarzes Meer" beides auf wunderbare Weise miteinander verbunden.

    Schon Jason, Anführer der Argonauten und antiker griechischer Held bereiste das Schwarze Meer. Er versuchte, der Legende nach, das Goldene Vlies zu erbeuten.

    Die britische Autorin startete ihre Reise in Odessa und widmet dieser noch jungen Stadt auch gleich das erste Kapitel. Sie ist unterwegs um Rezepte und typische Speisen Odessas kennenzulernen. Die Küche Odessas ist noch immer geprägt von der jüdischen Tradition, viele Speisen haben jüdische Namen wie "Zimmes" oder "Vorschmack". Auch das folgende Rezept stammt aus Odessa: Salat aus mariniertem Hering, Apfel, Eiern und Radieschen – ein frühlingshafter "Vorschmack".

    In Rumänien wird "Ciorbă Constanta" serviert, eine Suppe bei der Sauerkraut und Feta für die richtige Balance sorgen – und über die gleichnamige Stadt Constanta erzählt. Weiter geht es nach Rumänien. Das Rezept aus diesem Kapitel für den Bulgur Salat mit Trauben findet sich etwas weiter unten.

    Istanbul ist die zweite Stadt, der in diesem Buch ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Auch bei den Rezepten ist der türkische Teil der Schwarzmeerküste groß vertreten. Manche Gerichte, wie etwa Kebab, gehören auch hierzulande schon zum Repertoire, andere wiederum muten sehr exotisch an. Etwa "Toyaga Corbasi" eine Joghurt-Suppe mit Kichererbsen, Weizen und Minzbutter oder "Manti Halb-und-Halb" Teigtaschen gefüllt mit Lammfaschierten und jeweils zur Hälfte mit Yoghurtsauce und Walnussbutter übergossen.

    In 58 Rezepten und fein gesponnenen Reportagen berichtet Autorin Caroline Eden von ihrer Reise entlang der Schwarzmeerküste. Von Odessa bis in die türkische Stadt Trabzon trifft sie Menschen, die sie in die Kulinarik dieser faszinierenden und von Melancholie geprägten Region einführen

    Die Fotografin Ola O. Smit hat die Speisen in lukullischen Fotos festgehalten und Theodore Kaye zeigt die Orte und Menschen aus den bereisten Ländern.

    foto: ola o. smit 2018

    ZUTATEN für 4 Personen

    125 g grobkörniger Weizenbulgur
    300 ml Wasser
    140 g Trauben, halbiert und entkernt
    1 Handvoll Kirschtomaten, halbiert
    1 EL Walnussöl
    1 EL Olivenöl (oder kaltgepresstes Sonnenblumenöl)
    1 TL Pul Biber (türkischer Blättchenpfeffer)
    30 g Walnusskerne, in Hälften gebrochen
    Salz
    5 EL Petersilee, frisch, glatt
    frischer Dill, gehackt

    Zubereitung

    Den Bulgur und das Wasser in einer mittelgroßen Pfanne vermischen und kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, den Deckel auflegen und den Bulgur 15 bis 20 Minuten quellen lassen.

    Die Trauben, die Tomaten, das Öl und den Pul Biber in einer Salatschüssel vermischen.

    Kurz bevor der Bulgur fertig ist, die Walnusshälften in einer Pfanne ohne Fettzugabe anrösten, bis sie aromatisch duften, dann beiseitestellen.

    Den Bulgur unter den Salat mischen und die Mischung mit Salat abschmecken. Die Walnüsse und Kräuter über den Salat verteilen und eine Flasche bulgarischen "Ugni Blanc" (oder Sauvignon Blanc) dazu servieren.

    Autorin Caroline Eden zum Rezept:
    Bulgaren lieben sowohl Bulgur als auch Trauben, und dieser einfache Salat verbindet beides miteinander. Bulgarische Weintrauben sind köstlich. Ein Drittel der Trauben für die bulgarische Weinproduktion wächst in der Schwarzmeerregion des Landes. (RONDO, 10.5.2019)

    Weiterlesen:

    "Mein Istrien-Kochbuch"

    "Meine Aromenküche"

    "Lissabon"

    "Ein georgisches Festmahl"

    "Die neue polnische Küche"

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