Quipp, Quipp, hurra! Quizzen in der App mit "Quipp"

6. Mai 2019, 07:00
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Eine falsche Antwort, und man fliegt raus. Das ist stressig, aber insgesamt lustig

Die große Revolution des Fernsehens haben sie uns versprochen. Unterhaltung nach Wunsch, wann immer man will, haben sie gesagt. Jetzt gibt es eine innovative Quizshow – und man muss trotzdem um Punkt 20 Uhr vor dem Bildschirm sitzen. Quipp (eine Kombination aus "Quiz" und "App") heißt die Sendung, die nur über eine App am Smartphone oder Tablet geschaut werden kann. Dafür kann man mitspielen und sogar ein paar Euro gewinnen.

Das aber nur, wenn man die erste Hürde übersteht: die einleitende Begrüßung der Moderation, die offenbar nicht weniger als fünf Minuten dauern darf und mit Fakten zum Tag und Grußworten an Mitspieler gestreckt wird. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit geht es zum Quiz über: zehn Fragen mit je drei Antwortmöglichkeiten und zehn Sekunden für eine Entscheidung. Wer alle Fragen schafft, teilt sich das Preisgeld von 500 Euro mit den anderen Gewinnern (oft bleibt da weniger als ein Euro). Eine falsche Antwort, und man fliegt raus. Das ist stressig, aber insgesamt lustig.

Zwischendurch bemühen sich die täglich wechselnden Moderatoren (herrlich deplatziert: Peter Rapp!) um "lustige" Anekdoten zum Thema der Frage sowie gekünstelte Überleitungen und versuchen, sich nicht allzu sehr zu verhaspeln, was nicht immer gelingt. Und dann sollte noch irgendeine mehr oder weniger subtile Promotion für eine Sendung des Eigentümersenders Puls 4 untergebracht werden.

Spätestens um 20.15 Uhr ist alles vorbei. Für alle, die echtes, lineares Fernsehen schauen wollen. (Sebastian Fellner, 6.5.2019)

  • Wechselnden Moderatoren, darunter auch Peter Rapp, bemühen sich um "lustige" Anekdoten zum Thema der Frage.
    foto: puls 4

    Wechselnden Moderatoren, darunter auch Peter Rapp, bemühen sich um "lustige" Anekdoten zum Thema der Frage.

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