Wacker Innsbruck nach Sieg gegen Hartberg nicht mehr Letzter

4. Mai 2019, 18:56
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Steirer waren mehr als ebenbürtig, nehmen aber die Rote Laterne mit auf die Heimreise

Innsbruck – Wacker Innsbruck hat in der Fußball-Bundesliga im direkten Duell gegen den Abstieg einen wichtigen Sieg gelandet. Die Tiroler setzten sich am Samstag in der Qualifikationsgruppe gegen den TSV Hartberg am Tivoli mit 1:0 (1:0) durch und überholten den Aufsteiger dadurch auch in der Tabelle. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Innenverteidiger Matthias Maak in der 28. Minute aus einem Eckball.

Hartberg hat als Sechster im unteren Liga-Tableau nun einen Zähler Rückstand auf die Innsbrucker, denen erstmals in der Saison zwei Siege nacheinander gelangen. Sollten beide Teams am Ende der Meisterschaft gleich viele Punkte haben, würde Wacker vorgereiht, da bei den Tirolern nach dem Grunddurchgang die Punkte abgerundet wurden.

Die angespannte Situation war beiden Mannschaften zu Beginn anzumerken. Nur selten gab es zu Ende gespielte Aktionen, Hartberg kam eher zufällig durch Thomas Rotter (2.) und David Cancola (5.) im gegnerischen Strafraum zu Chancen. Innsbruck bemühte sich, das Spiel kontrolliert von hinten aufzuziehen, nach vorne taten sich Sascha Horvath auf der linken Seite und der junge Matthäus Taferner als Aktivposten hervor. Ein Schuss von Bryan Henning (20.) zog rechts am Tor vorbei.

Tor per Standard

Mit Fortdauer der Partie kamen die Tiroler besser ins Spiel und kombinierten bis zum Strafraum teilweise gefällig. Aus dem Druck entstand in der 28. Minute ein Eckball von Horvath, den Maak ins Tor brachte. Zlatko Dedic (31.) hätte im Anschluss nach Vorarbeit von Taferner gleich auf 2:0 stellen können, kam aber nicht ideal zum Schuss. Von Hartberg war offensiv in der ersten Hälfte nicht mehr viel zu sehen.

Der zweite Abschnitt begann mit viel Krampf und Fehlern auf beiden Seiten. Den Oststeirern, die eigentlich mehr machen hätten müssen, fehlte nach vorne die Durchschlagskraft, Wacker stellte sich bei seinen Offensivaktionen zu ungeschickt an. Ein Schuss von Hartbergs Rajko Rep (62.) strich knapp am Tor vorbei. Alexander Gründler und Dedic vertändelten in der 73. Minute eine an sich gute Gelegenheit für die Hausherren, Gründler hätte da wohl selbst den Abschluss suchen müssen. Manuel Maranda (75.) segelte wenig später an einer Flanke vorbei.

Erst zum Schluss musste Christopher Knett im Wacker-Tor noch zweimal eingreifen. Bei einem abgefälschten Rep-Schuss fehlten nur Zentimeter. Es blieb aber beim knappen Sieg für die Innsbrucker, der erste volle Erfolg vor eigenem Publikum seit dem 10. November. (APA, 4.5.2019)

Ergebnis:

FC Wacker Innsbruck – TSV Hartberg 1:0 (1:0)
nnsbruck, Tivoli Stadion Tirol, 4.200, SR Lechner.

Tor: 1:0 (28.) Maak

Innsbruck: Knett – Hupfauf, Maak, Maranda, Klem – Taferner (83. Gabriele), Kerschbaum, Henning – Gründler (79. Dieng), Dedic, Horvath (89. Meusburger)

Hartberg: Swete – Blauensteiner, Huber, Rotter, Flecker – Heil, Sittsam, Cancola (78. Kröpfl) – Camara (55. Sanogo), Kovacevic (72. Tadic), Rep

Gelbe Karten: Maak, Hupfauf, Taferner bzw. Cancola, Rep, Sittsam, Heil

Qualifikationsgruppe:

Rapid gewinnt Spektakel bei Admira

Müdes 0:0 bei Mattersburg-Altach

Stimmen:

Thomas Grumser (Wacker-Trainer): "Wir haben schon damit gerechnet, dass wir mehr Ballbesitz haben werden. Wir haben das, finde ich, die ersten 30 Minuten richtig gut gemacht. Wir haben uns viel zwischen den Linien aufgehalten. Ich bin der Meinung, dass wir dann auch verdient in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit war es dann klar, dass Hartberg einfach mehr riskieren wird. Ich finde aber, dass wir es im Großen und Ganzen dann gut verteidigt haben. Somit war es verdient, wenn auch glücklich, weil es natürlich durch eine Standardsituation war. Aber wir haben gesagt, dass wir auch die Kleinigkeiten zu uns ziehen müssen."

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): "Ich glaube, dass wir vor allem durch Standardsituationen Probleme bekommen haben. Ich finde, dass wir auf der anderen Seite relativ viele Standardsituationen gehabt haben, aber nicht diese Überzeugung gehabt haben, aus diesen Möglichkeiten mehr mitzunehmen. Der Plan war eigentlich der, Wacker über lange Strecken des Spiels kommen zu lassen, ihnen nicht diese Räume zu geben zwischen den Linien. Ich finde, das haben wir gut gemacht. Mit dem Tor wurden die Überlegungen klarer, das Spiel offensiver anzulegen. Wir haben die Möglichkeiten gehabt, aber ich glaube einfach, den Unterschied hat heute die Intensität, die Überzeugung bei Standards ausgemacht."

  • Wackers Führung wackelte bis in die Schlussminuten.
    foto: apa/expa/stefan adelsberger

    Wackers Führung wackelte bis in die Schlussminuten.

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