Zverev nach Viertelfinal-Aus: "Es läuft alles gegen mich"

    3. Mai 2019, 23:03
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    Deutscher Weltranglisten-Dritter auch abseits des Courts mit Problemen

    München – Topfavorit Alexander Zverev ist beim ATP-Turnier in München im Viertelfinale ausgeschieden. Der Titelverteidiger unterlag am Freitag dem Chilenen Cristian Garin nach 2:11 Stunden mit 4:6,7:5,5:7 und verpasste damit die Chance, das Turnier zum dritten Mal in Folge zu gewinnen. Der 22-Jährige vergab in der spannenden Partie im dritten Satz zwei Matchbälle.

    Garin, der im zweiten Satz selbst schon drei Matchbälle ausgelassen hatte, trifft im Halbfinale auf den als Nummer drei gesetzten Italiener Marco Cecchinato. Für den 22-jährigen Chilenen, der auch im Team von Davis-Cup- und Neo-Coach von Dominic Thiem, Nicolas Massu steht, war es der erste Sieg über einen Top-Ten-Spieler.

    Eigentlich war für Alexander Zverev nach seinem Triumph bei den ATP Finals in London und seinem insgesamt zehnten Titel zum Saisonausklang 2018 für dieses Jahr alles angerichtet zum nächsten Schritt nach oben. Dann kam bei den Australian Open wieder das aus seiner Sicht zu frühe Aus im Achtelfinale. Nach dem Acapulco-Finale ist nun gewaltig Sand im Getriebe des Weltranglisten-Dritten.

    Auch beim Heimturnier in München klappte es mit dem ersten Turniersieg nicht. Gegen den Chilenen Cristian Garin vergab er in Satz drei zwei Matchbälle. "Es läuft einfach nicht, es läuft alles gegen mich", meinte Zverev nach dem bitteren Freitagnachmittag, an dem die Chance auf den Titel-Hattrick an der Isar platzte. Ein weiterer Hinweis auf ein komplett verpatztes Frühjahr, denn nach Indian Wells, Miami, Marrakesch, Monte Carlo und Barcelona hat er nun auch in München keine zwei Spiele en suite gewonnen.

    Probleme hat Zverev aber auch abseits des Tennis-Courts gleich einige. Sein Vater war einige Zeit im Krankenhaus, mit dem Ex-Manager ist er in einem Rechtsstreit und von seiner Freundin Olga hat er sich vor Kurzem getrennt.

    Die erhoffte sportliche Wende wenige Wochen vor den French Open ist ihm vorerst noch immer nicht gelungen. Dabei hatte Zverev das Match mit großem Kampfgeist gedreht und im zweiten Satz drei Matchbälle abgewehrt. "Letztes Jahr habe ich solche Matches im dritten Satz gewonnen, dieses Jahr verliere ich sie oft. Deshalb muss ich das ändern", meinte er. (APA, 3.5.2019)

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