Microsoft erklärt, wie man bei Xbox Live andere beschimpfen darf

    2. Mai 2019, 14:28
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    Rassismus und Sexismus sind verboten, harsche Kritik ist aber okay

    Online-Gaming kann ein raues Pflaster sein. Ist man neu in einem Spiel oder erwischt einfach einen schlechten Tag, kann man sich schon einmal den Unmut seiner Mitspieler einfangen. Alles muss man sich freilich nicht gefallen, finden die Spieleentwickler und Plattformbetreiber. Wer es übertreibt mit der Beleidigung von Gegnern und Teammitgliedern, kann sich dementsprechend Strafen einfangen.

    Doch wo endet eine erlaubte Kritik und wo beginnen sanktionswürdige Beschimpfungen? Microsoft bemüht sich um Klarheit und erklärt in seinem Reglement nun anhand von Beispielen die "Dos and Don’ts" bei Xbox Live, berichtet Gamespot.

    Was erlaubt ist und was nicht

    Grundsätzlich gilt: Man sollte andere Spieler nicht mit profanen Schimpfwörtern titulieren. Anderen in deutlichen Worten mitzuteilen, was man von ihren Fähigkeiten hält, ist aber okay. "Das war arges Potato-Aim. Verzieh dich!" ist ebenso erlaubt wie "Das war scheiße. Geh üben und komm wieder, wenn dein K/D (Kill-Death-Quotient, Anm.) über 1 liegt", zitiert man als erlaubtes Verhalten.

    Was nicht geht, auch wenn nicht ernst gemeint, sind Bedrohungen sexueller Natur. Auch nicht geduldet wird die Aufforderung "bring dich um". Rassismus, etwa der Gebrauch des N-Wortes, ist ebenso ein Regelverstoß. Ähnlich sieht man das auch bei extremem Nationalismus. Wer mit einem Mitspieler unzufrieden ist und ihm daher rät sich "aus meinem Land zu verschwinden", handelt sich potenziell ebenfalls Ärger.

    Kein Instant-Bann

    Regelverstöße werden nicht umgehend mit Totalausschluss geahndet. Stattdessen droht in einem ersten Schritt der Zugangsverlust zu "Features, die am ehesten mit dem problematischen Verhalten zu tun haben". Toxische Gamer verlieren also zuerst etwa für bestimmte Zeit die Möglichkeit, per Text zu chatten oder am Voicechat teilzunehmen oder die Onlinefunktion einzelner Spiele zu verwenden.

    Wer sich besonders schwere Verstöße zuschulden kommen lässt oder als Wiederholungstätier auffällt, dem drohen schwerer Strafen. Wie andere Anbieter behält Microsoft sich auch vor, ein Konto dann permanent zu sperren. (red, 02.05.2019)

    • Wer online zu sehr den Troll raushängen lässt, muss mit Strafen rechnen.
      foto: riot games

      Wer online zu sehr den Troll raushängen lässt, muss mit Strafen rechnen.

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