"Guardian" erstmals seit 1998 in der Gewinnzone

    2. Mai 2019, 13:31
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    Die britische Tageszeitung erwirtschaftet 55 Prozent ihres Umsatzes mit digitalen Quellen

    London – Die britische Tageszeitung "The Guardian" verzeichnet erstmals seit 1998 wieder Gewinne: Für das Geschäftsjahr 2018/19 wurde am Mittwoch ein Plus von 800.000 Pfund (932.000 Euro) ausgewiesen. Drei Jahre zuvor wurden noch Verluste in Höhe von 57 Millionen Pfund ausgewiesen. Chefredakteurin Katharine Viner sieht in einem Tweet das neue Geschäftsmodell des Qualitätsblattes bestätigt.

    Laut Nieman Lab erwirtschaftet der "Guardian" mittlerweile 55 Prozent seines Umsatzes mit digitalen Quellen, nur acht Prozent kommen von Printanzeigen. Die monatlichen Pageviews seit 2016 konnten hingegen um bis 70 Prozent gesteigert werden.

    Der "Guardian" verzichtet auf eine Paywall, setzt aber auf freiwillige Zahlungen der Leser. Laut eigenen Angaben kann sich das Medium auf rund 655.000 monatliche Unterstützer im Print- und Digitalbereich stützen. Zudem gab es allein im vergangenen Jahr rund 300.000 Einmalzahlungen von Unterstützern. (red, 2.5.2019)

    • Sieht das neue Geschäftsmodell des "Guardian" bestätigt: Chefredakteurin Katharine Viner.
      foto: apa/epa/guardian news & media

      Sieht das neue Geschäftsmodell des "Guardian" bestätigt: Chefredakteurin Katharine Viner.

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