Hacker erpressten Citycomp mit gestohlenen Großkunden-Daten

    30. April 2019, 16:50
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    Angreifer richteten bereits Websites zur Veröffentlichung ein

    Hacker sind offenbar in das deutsche Internet-Infrastrukturunternehmen Citycomp eingebrochen, das Dienstleistungen für Dutzende der größten und wertvollsten Unternehmen der Welt anbietet. Das berichtet das US-Portal Motherboard. Dabei seien Daten von Citycomp-Kunden erbeutet worden, darunter Oracle, Volkswagen und Airbus. Die Hacker versuchten nun, CityComp zu erpressen.

    Die Angreifer haben demnach gedroht, Daten von den betroffenen Unternehmen zu veröffentlichen. Die Hacker hätten bereits eine Website eingerichtet, die dazu dienen soll, um das gestohlene Material im Netz zu verteilen.

    Angaben von Sicherheitsunternehmen

    Motherboard beruft sich auf Angaben von Michael Bartsch, Geschäftsführer von Deutor Cyber Security Solutions, der von Citycomp ermächtigt worden sei, über den Fall zu sprechen. "Citycomp wurde gehackt und erpresst und der Angriff geht weiter", schrieb Bartsch laut Motherboard in einem E-Mail. "Wir müssen vorsichtig sein, da der ganze Fall polizeilich untersucht wird und der Angreifer alle Tricks anwendet."

    Am Dienstag waren weder Bartsch noch Vertreter der Firma Citycomp aus Ostfildern-Scharnhausen bei Stuttgart für eine Stellungnahme zu erreichen.

    Riesige Datenmenge

    Dem Bericht zufolge behaupten die Hacker, im Besitz von "312.570 Dateien in 51.025 Ordnern" Zu sein. In dem Datenbestand von über 516 Gigabyte befänden sich finanzielle und private Informationen. Zu den Kunden gehören demnach Ericsson, Leica, Toshiba, UniCredit, British Telecom, Hugo Boss, NH Hotel Group, Oracle, Airbus, Porsche und Volkswagen. (APA/dpa, 30.4.2019)

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