Gelbwesten-Anhänger wegen Suizidaufrufs an Polizisten verurteilt

    30. April 2019, 12:43
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    Der 49-jährige Arbeitslose erhält eine Bewährungsstrafe von acht Monaten

    Paris – In Paris ist ein Anhänger der Gelbwesten-Bewegung wegen Selbstmordaufforderungen an Polizisten zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in der französischen Hauptstadt verurteilte den 49-jährigen arbeitslosen Koch am Dienstag zu einer Haftstrafe von acht Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

    Zudem muss der Mann 180 Stunden gemeinnützigen Dienst leisten, eine neue Arbeitsstelle suchen und jedem der beiden Polizisten, die ihn verklagt hatten, eine Entschädigung von 500 Euro bezahlen.

    "Bringt euch um"

    Bei den Protesten am 20. April hatte es aus den Reihen der Teilnehmer in Paris den Sprechchor "Bringt euch um, bringt euch um" gegeben. Sie spielten damit auf die 28 Selbstmorde unter Polizisten seit Beginn des Jahres an. Der Vorfall hatte landesweit für Empörung gesorgt.

    Der 49-Jährige verteidigte sich gegen den Vorwurf, ein "Straftäter" zu sein. Er habe die Sprechchöre nicht begonnen. Diese hätten zudem erst eingesetzt, "nachdem eine schwangere Frau von Sicherheitskräften umgestoßen worden war". "Meine Worte waren schneller als meine Gedanken", sagte er.

    Die Gelbwesten demonstrieren seit Monaten für mehr soziale Gerechtigkeit und niedrigere Steuern. Bei den Demonstrationen kommt es regelmäßig zu Zusammenstößen zwischen Teilnehmern und der Polizei. Die Gelbwesten beklagen ein hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte. (APA, 30.4.2019)

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