Neuburger Bambule von Judith Beck

    Kolumne14. Mai 2019, 09:26
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    Die Winzerin zeigt mit ihrem Neuburger Bambule 2016 Herkunft

    Herkunftstypizität ist freilich ein abgelutschtes Wort. Aber vor 25 Jahren, als die ersten Weine der Golser Winzergruppe Pannobile auf den Markt kamen, erschien die Bezeichnung geradezu revolutionär. In den frühen 1990er-Jahren konnte es vielen stilistisch nicht uniform genug sein: Internationale Rebsorten und modernste Kellertechnik mit den zwei Eckpfeilern Barrique und Alkohol satt garantierten Höchstbewertungen und reißenden Absatz.

    Anstatt weiter Bordeaux-Kopien abzuliefern, entwickelte die Golser Gruppe einen eigenen Stil, und ja – ihre Weine zeigten Herkunft. Mehrere Jahre später kamen sie dann auch drauf, dass biodynamische Bewirtschaftung den Gewächsen noch mehr Kontur gibt.

    Einige von ihnen, Judith Beck etwa, setzten dann noch eins drauf: Ihre Serie Bambule zeigt, dass Minimalinvasion im Keller Sinn macht.

    Der Neuburger Bambule wird einige Tage auf der Maische mazeriert – kein Fehler, verleihen doch die Gerbstoffe der an sich blutleeren Sorte Temperament. Auch Schwefel kommt keiner dazu. Da wird nicht lange herumgefackelt oder weichgezeichnet, sondern auf den Punkt gebracht. (Christina Fieber, RONDO, 13.5.2019)

    Neuburger Bambule 2016 von Judith Beck, um 21,50 Euro über
    weinskandal.at

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    • Die Gerbstoffe verleihen der an sich blutleeren Sorte Temperament.
      foto: hersteller

      Die Gerbstoffe verleihen der an sich blutleeren Sorte Temperament.

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