Identitären-Chef Sellner von Strache wieder begeistert

    29. April 2019, 14:34
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    Der Rechtsextremen-Anführer ist über die Aussagen des Vizekanzlers zum "Bevölkerungsaustausch" hocherfreut

    Wien – Der Chef der Identitären Bewegung Österreichs, Martin Sellner, zeigt sich über die jüngsten Aussagen von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zum "Bevölkerungsaustausch" begeistert. Während die Abgrenzung der FPÖ gegenüber der IBÖ infolge der Spende des Attentäters von Christchurch noch für einen Riss zwischen den Aktivisten und der Partei sorgte, gibt sich Sellner nun wieder versöhnt.

    Nachdem sich die Parteispitze gegenüber den Identitären deutlich abgegrenzt hatte, habe er Angst gehabt, dass es kein FPÖ-Politiker mehr wagen würde, vom "großen Austausch" zu sprechen, sagt Sellner in einem am Sonntag veröffentlichten Youtube-Video. "Nun spricht nicht ein kleiner Funktionär vom Bevölkerungsaustausch, sondern der Parteichef schlechthin", frohlockt der Chef der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Bewegung.

    Sellner zitiert in seinem Videoblog Straches entsprechende Aussagen aus der Sonntags-"Krone" ("Deshalb gehen wir den Weg für unser Heimatland Österreich, den Kampf gegen den Bevölkerungsaustausch, konsequent weiter, wie es die Menschen von uns auch erwarten"). "Strache selbst bringt hier, ohne Not, aus eigener Kraft und eigener Mitte, den Kampf gegen den Bevölkerungsaustausch als zentrales Ziel der FPÖ vor. Kein einziges Mal hackt er auf die IB hin, so wie Norbert Hofer das macht."

    Besonders erfreut zeigt sich Sellner darüber, dass Strache den Vorhalt zurückgewiesen hatte, "Bevölkerungsaustausch" sei ein Begriff der rechtsextremen Szene. "Das ist ein Begriff der Realität", hatte Strache auf eine entsprechende Frage der "Krone" erklärt.

    "Hervorragend"

    "Was soll man da noch sagen? Das ist hervorragend, völlig richtig und wahr, und es nimmt mir eine der größten Ängste der letzten Wochen", sagt Sellner. "Ich danke Strache, dass er das gesagt hat." Dass die FPÖ sich von der Identitären Bewegung distanziert hat, sei zwar ein Problem. Gleichzeitig zeigt Sellner dafür Verständnis, denn die Partei wolle sich eben nicht in "Geiselhaft" der IBÖ nehmen lassen. Dieses "absolut getrennte" Vorgehen sei auch richtig und wichtig.

    Zum Abschluss des Videos fügt Sellner begeistert den aktuellen, "extrem gelungenen" EU-Wahlwerbespot der FPÖ an, über den man sich nach Straches "großartigem Interview", in dem er sich "kein bisschen gebeugt" habe, nun auch freuen könne. "Die Patrioten müssen die stärkste Fraktion im europäischen Parlament werden", so Sellner. (APA, 29.4.2019)

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