Nach Angriff auf Synagoge: Pewdiepie beendet "Subscribe"-Meme

    29. April 2019, 09:47
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    Scherzhafte Abo-Aufforderung trieb davor schon teils skurrile und problematische Blüten

    Es ist ein Running Gag, der in den letzten Monaten kaum jemanden entgangen sein dürfte. Seit August duellierten sich die Youtuber Pewdiepie und T-Series darum, wer als erster 100 Millionen Abonnenten auf der Videoplattform hat. Die Botschaft "Subscribe to Pewdiepie" ("abonniere Pewdiepie") tauchte zu allen erdenklichen Gelegenheiten auf. Hacker kaperten in seinem Namen die Website des Wallstreet Journal und ließen tausende Drucker weltweit Abo-Aufforderungen drucken. In der estnischen Hauptstadt Tallinn zogen junge Menschen mit Pewdiepie-Transparenten durch die Straßen.

    Doch Pewdiepie, der mit bürgerlichem Namen Felix Kjellberg heißt, hat nun genug davon. Nachdem das "Subscribe"-Meme vom Christchurch-Attentäter im März referenziert worden war, meldet er sich nun kurz nach dem Angriff auf eine kalifornische Synagoge zu Wort.

    pewdiepie

    Meme hätte schon früher beendet werden sollen

    "Ich denke, es ist Zeit, die ‘Subscribe to Pewdiepie‘-Bewegung zu beenden", so Kjellberg. Es sei ein Mittel gewesen, um ihn im Wettstreit mit T-Series zu helfen und die große Unterstützung durch seine Fans und andere Youtuber erfülle ihn mit Demut. Er selbst habe nicht geglaubt, dass es das Meme länger als eine Woche geben werde.

    Jedoch gab es immer wieder auch Vorfälle, die er "widerlich" finde, etwa ein Graffito auf einem Zweiten-Weltkriegs-Denkmal. Dann rief auch der Christchurch-Attentäter "Subscribe to Pewdiepie", bevor er das Feuer auf Besucher auf Besucher einer Moschee eröffnete. Er habe dazu nach dem nur wenig gesagt, weil er dem Täter nicht noch mehr Aufmerksamkeit verschaffen wollte, erklärt Kjellberg weiter. Doch eigentlich hätte er damals schon einschreiten sollen.

    Zudem wolle er festhalten, dass es bei dem Meme nie um Politik gegangen sei und es sich stets nur um einen Spaß gehandelt habe. Er selbst sei zudem gegen alle Formen von Hass und wünsche sich ein Ende der "negativen Rhetorik" über ihn. Ob seine Botschaft nun das Ende des "Subscribe"-Memes einleitet, bleibt freilich abzuwarten. (red, 29.04.2019)

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