Mattersburg siegt und hat alle Chancen

23. April 2019, 20:59
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Pusic-Elfmeter und Renner-Kopfball bescheren Burgenländern drei Punkte bei der Admira

Maria Enzersdorf – Der SV Mattersburg hat in der Qualifikationsrunde der Fußball-Bundesliga mit einem Auswärtssieg Platz zwei verteidigt. Die Burgenländer besiegten am Dienstag die Admira mit 2:0 (0:0) und liegen damit weiter drei Punkte vor Verfolger Altach. Rang zwei könnte für ein Play-off-Ticket um einen Europacup-Startplatz reichen.

In einem Match mit vielen hochklassigen Chancen benötigte Mattersburg einen Elfmeter für die hoch verdiente Führung. Nach Foul von Emanuel Aiwu an Rene Renner verwertete Torjäger Martin Pusic den Strafstoß souverän zu seinem achten Saisontreffer (50.). Im Finish fixierte der starke Renner den Sieg (81.). Vor dem Retourmatch am Samstag im eigenen Stadion liegt der SVM damit sechs Zähler vor der Admira, die erst die zweite Frühjahrsniederlage kassierte.

Viele Chancen, keine Tore in Halbzeit eins

Nur 1.600 Fans (Saisonminusrekord eingestellt) in der Südstadt erlebten eine torlose erste Halbzeit, die allerdings viele Torszenen bot. Mattersburg war die spielbestimmende Mannschaft mit einem Übergewicht auch bei den Chancen, konnte aber aus einem halben Dutzend guter Möglichkeiten kein Kapital schlagen. Philipp Erhardt (3.), Thorsten Mahrer (3.), Renner (38.) und Pusic (42. und 45.+1) vergaben hochwertige Gelegenheiten.

Die Admira, gegenüber dem 2:1-Sieg am Samstag gegen Hartberg unverändert, also weiter ohne den noch nicht fitten Abwehrchef Christoph Schösswendter, war nur selten gefährlich. Der im Frühjahr schon fünffache Torschütze Sasa Kalajdzic scheiterte zweimal in aussichtsreicher Position (6., 41.).

Lattentreffer

Nach dem Wechsel legten die Gäste gleich wieder los. Nach einem Konter traf Pusic aus kurzer Distanz nur die Latte (49.), Renner setzte nach und wurde von Aiwu knapp innerhalb des Strafraums gefoult. Diesmal traf Pusic genau. Auf der Gegenseite war es wieder der 21-jährige Kalajdzic, der für Gefahr sorgte, aber nur an die Latte köpfelte (52.). Doch wirklich in Bedrängnis kam Mattersburg nicht. In der 81. Minute machte Renner nach einem Einwurf und einer Kopfball-Verlängerung von Marko Kvasina alles klar. (APA, 23.4.2019)

Ergebnis:

FC Admira – SV Mattersburg 0:2 (0:0)
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 1.600, SR Lechner.

Tore:
0:1 (50.) Pusic (Elfmeter)
0:2 (81.) Renner

Admira: Leitner – Aiwu, Vorsager, Bauer – Zwierschitz, Toth (84. Jakolis), Hjulmand, Spasic – Pusch, Kalajdzic (77. Paintsil), Schmidt (64. Bakis)

Mattersburg: Casali – Höller, Malic, Mahrer, Rath – Jano – Gruber (84. Hart), Kuen (77. Ertlthaler), Erhardt, Renner – Pusic (69. Kvasina)

Gelbe Karten: Bauer, Kalajdzic, Hjulmand bzw. Malic, Höller

Tabelle:

1. Rapid Wien 26 Punkte
2. SV Mattersburg 23
3. SCR Altach 20
4. FC Admira 17
5. TSV Hartberg 13
6. FC Wacker Innsbruck 11

Stimmen:

Reiner Geyer (Admira-Trainer): "Den Jungs kann man keinen Vorwurf machen, sie haben 90 Minuten lang gefightet. In der zweiten Hälfte haben wir auch einige Chancen gehabt, wir hätten uns den Ausgleich verdient. Für mich war es beim Elfmeter kein Foul."

Klaus Schmidt: "Ich bin sehr erleichtert über den Verlauf. Der Sieg ist verdient. Ich bin auch beeindruckt davon, wie er zustande gekommen ist. Wir haben den Ball sehr gut laufen gelassen und einige Chancen kreiert. Wichtig für die Moral war auch schon der Sieg gegen Innsbruck, wo wir uns absetzen konnten. Wir haben heute außer Standards wenig zugelassen."

Daniel Toth (Admira-Spieler): "Eine richtige Schweinspartie. Die Schlacht wurde geschlagen, das Spiel hätte auch in eine andere Richtung gehen können. Aber insgesamt haben wir keine Lösungen gefunden, wenig zweite Bälle gewonnen und nicht den richtigen Zugriff bekommen."

  • Torschütze Martin Pusic (r.) beim Rangeln.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Torschütze Martin Pusic (r.) beim Rangeln.

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