Austria geht in "richtungsweisende" Duelle mit St. Pölten

23. April 2019, 15:22
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In Meistergruppe noch sieglose Wiener zunächst auf Heimsieg aus

Wien/St. Pölten – Die Austria ist in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga auf Siege angewiesen, um das gesteckte Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Nach vier Runden der finalen Saisonphase warten die Wiener so wie ihr Trainer Robert Ibertsberger noch auf ein Erfolgserlebnis. Das Doppel gegen St. Pölten am Mittwoch (19.00 Uhr) und am kommenden Sonntag stufte der Salzburger deshalb als "richtungsweisend" ein.

"Es heißt Siege einzufahren, damit wir unsere Ziele weiter verfolgen können", stellte Ibertsberger klar. Als Tabellensechster liegt seine Mannschaft außerhalb der Europacup-Startplätze. Mit einem Heimerfolg gegen St. Pölten könnte jedoch der Sprung auf Platz vier gelingen. Die dort rangierenden Niederösterreicher haben in der Meistergruppe bereits einmal, beim 1:0 bei Sturm Graz, voll angeschrieben.

Hemmen soll die Austrianer die Ausgangslage nicht. Druck, so Ibertsberger, verspüre man bei den Violetten ohnehin immer. "Jetzt ist die Situation so, dass uns nur noch Siege weiterhelfen. Aber ich sehe das positiv, wir wissen, was zu tun ist", sagte der 42-Jährige. Am vergangenen Sonntag holte die aktuell sechs Runden sieglose Austria nach dem 1:1 beim WAC mit einem 2:2 gegen den LASK das zweite Remis in Folge. Gegen St. Pölten soll der Dreier erzwungen werden.

"Dass eine gewisse Offensivkraft auf dem Platz sein muss, ist klar", betonte Ibertsberger. Dies dürfe jedoch nicht auf Kosten der Balance mit der Defensive gehen. Dort fehlt mit Michael Madl der Abwehrchef aufgrund einer Sperre. Auch Alexander Grünwald muss nach seiner fünften Gelben Karte der Saison pausieren. Nach einer Sperre wieder dabei ist hingegen Stürmer Bright Edomwonyi.

Das erste Saisonduell ging 0:0 aus, Anfang Dezember siegte die Austria zu Hause dann mit 2:0. Es ist der einzige Erfolg der Favoritner gegen einen Vertreter der Meistergruppe überhaupt. Von bisher 14 Saisonspielen gegen Salzburg, den LASK, WAC, St. Pölten und Sturm Graz gewannen die Wiener nur dieses eine. Ibertsberger sah im Unterschied zum Grunddurchgang offenere Spiele in der Meistergruppe, in denen man es eben nicht geschafft habe, die volle Punkteanzahl mitzunehmen.

St. Pölten reist ebenfalls mit zwei Unentschieden im Gepäck in die Generali Arena. Gegen den LASK (0:0) und Salzburg (1:1) blieben die "Wölfe" unerwartet unbesiegt. Ihnen fehlen in Wien mit Rene Gartler und Martin Rasner ebenfalls zwei Spieler aufgrund von Sperren. Aufgrund der Verletzungen von Pak Kwang-ryong, Issiaka Ouedraogo, Dominik Hofbauer und George Davies ist vor allem St. Pöltens Offensivabteilung schwer dezimiert.

Trainer Ranko Popovic wollte nicht jammern. Sein Team will mit einem disziplinierten Auftritt erneut Zählbares. "Um etwas mitzunehmen, müssen wir sehr viel gut machen. Es geht nur mit 100 Prozent, 99 sind zu wenig", erklärte Popovic. Dass St. Pölten in der Meistergruppe defensiver als in den ersten Frühjahresrunden agiert, sei klar. "Wir haben damit gerechnet, in die Meistergruppe zu kommen. Da konnte ich mir erlauben, etwas zu entwickeln. Jetzt geht es darum, Punkte zu holen", sagte Popovic. Nur mit hohen Bällen nach vorne werde seine Elf dennoch nicht agieren. "Wir sind vielleicht etwas defensiver orientiert, aber wollen in Ballbesitz schon kontrolliert nach vorne kommen." (APA; 23.4.2019)

FK Austria Wien – SKN St. Pölten (Mittwoch 19.00 Uhr, Wien, Generali Arena, SR Eisner). Bisherige Saisonergebnisse: 0:0 (a), 2:0 (h)

Austria: Pentz – Klein, Schoissengeyr, Igor, Martschinko – Sax, Jeggo, Matic, Prokop – Monschein, Edomwonyi

Ersatz: Lucic – Cuevas, Borkovic, Gluhakovic, Sarkaria, Demaku, Turgeman

Es fehlen: Grünwald, Madl (beide gesperrt), Ebner (Adduktorenverletzung), Salamon (Rückenprobleme)

St. Pölten: Riegler – Luan, Ambichl, Petrovic – Ingolitsch, R. Ljubicic, Mislov, Luxbacher, Haas – Vucenovic, Balic

Ersatz: Vollnhofer – Drescher, Schnürer, Muhamedbegovic, Sauer, Bajrami, Schütz

Es fehlen: Gartler, Rasner (beide gesperrt), Pak (Wadenbeinbruch), Fountas (Schulterverletzung), Ouedraogo (Bandscheibenprobleme), Meisl (Sprunggelenk), Davies (Knorpelverletzung), Hofbauer (Individualtraining)

  • Robert Ibertsberger: "Dass eine gewisse Offensivkraft auf dem Platz sein muss, ist klar".
    foto: apa/herbert p. oczeret

    Robert Ibertsberger: "Dass eine gewisse Offensivkraft auf dem Platz sein muss, ist klar".

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