KAC geht in Eishockey-Finalserie in Führung

    22. April 2019, 19:52
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    Nach dem 2:0-Auswärtssieg am Ostermontag haben die Klagenfurter am Mittwoch zu Hause die Chance, den Meistertitel zu fixieren

    Wien – Der KAC hat sich in der Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga den ersten Matchpuck erkämpft und kann am Mittwoch vor Heimpublikum den Meistertitel fixieren. Die Klagenfurter besiegten am Ostermontag die Vienna Capitals in Wien mit 2:0 (0:0, 2:0, 0:0) und gingen in der "Best of seven"-Serie mit 3:2 in Führung. Es wäre der 31. Titel der Geschichte für die Rotjacken, der erste seit 2013.

    Das erste Drittel verlief torlos, sowohl der KAC als auch die Vienna Capitals konnten je eine zweiminütige Powerplay-Möglichkeit nicht nützen. In der Anfangsphase des zweiten Abschnitt musste Johannes Bischofberger für zwei Minuten auf die Bank, auch dieses Powerplay für Wien verlief torlos und die 7.022 Zuschauer mussten weiter auf den ersten Treffer warten. Zu einer der besten Chancen kam anschließend der Wiener Alex Wall, der von Stock und Stange abgeprallte Puck verfehlte das Ziel. In der actionreichsten Phase der Partie zeichneten sich die beiden Torhüter mehrmals aus.

    Doppelausschluss

    Nach einer Rauferei und einem Doppelausschluss, bei dem die Capitals erfolglos übertriebene Härte gefordert hatten und in Folge mit der Schiedsrichterentscheidung haderten, spielte sich der KAC innerhalb von rund zwei Minuten die entscheidenden Momente heraus. Stefan Geier marschierte solo durch und netzte zum 1:0 ein (31.), Thomas Hundertpfund legte mit dem 2:0 und seinem 100. Ligator nach (33.). Die Caps hatten ihre Konzentration verloren, wirkten ungeordnet. Caps-Coach David Cameron hatte in der Drittelpause mit dem Schiedsrichterteam viel zu diskutieren.

    20 Minuten blieben den Wienern noch, die Partie zu drehen, aus einer erneuten Powerplay-Möglichkeit wurde aber kein Kapital geschlagen. Das Penalty-Killing und die Defensive des KAC funktionierten auch in der Schlussphase, als die Hausherren eine neuerliche Überzahl nicht nützen konnten und Torhüter J.P. Lamoureux längst heraußen hatten. Erstmals wurde damit ein Finalspiel dieser Serie nicht mit einem Ein-Tor-Unterschied entschieden. (APA, 22.4.2019)

    Stimmen

    Petri Matikainen (Trainer KAC): "Das war ein exzellentes Eishockeyspiel von beiden Teams, das am Ende wir gewonnen haben. Darüber freuen wir uns, aber das bringt uns nicht von unserem Weg ab, den wir eingeschlagen haben. Heute war ein guter Tag und morgen werden wir wieder von vorne beginnen und hart dafür arbeiten, dass es ebenfalls ein guter Tag wird. Heute waren wir diszipliniert, haben die Intensität mit vier Linien hochgehalten und defensiv, gestützt auf unseren Goalie, stark gespielt."

    Dave Cameron (Trainer Vienna Capitals, via Sky): "Wir haben viele Chancen kreiert, aber es waren viele falsche Entscheidungen der Schiedsrichter heute. Im ersten Drittel hätte Schneider das Tor machen können, aber die Strafe kam nicht. Ich bin sehr unzufrieden mit der Leistung der Schiedsrichter. Schneider hätte das Tor schießen können, wenn er nicht gefault worden wäre. Dann ist es schwierig für meine Mannschaft. Wir sprechen viel darüber, aber die Schiedsrichter finden dann immer einen Weg, Ausreden zu finden." Über das nächste Spiel in Klagenfurt: "Es ist ziemlich einfach: Wir müssen dort einfach gewinnen."

    • Der KAC durfte in Wien über zwei Tore und den Vorteil in der Finalserie jubeln.
      foto: apa/pfarrhofer

      Der KAC durfte in Wien über zwei Tore und den Vorteil in der Finalserie jubeln.

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