Letzter Bremer "Tatort" mit Lürsen und Stedefreund: Top oder Flop?

    Ansichtssache22. April 2019, 18:00
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    "Wo ist nur mein Schatz geblieben?" heißt die finale Folge, in der das Bremer Ermittlungsduo in ein Netz aus Korruption und Erpressung gerät

    Der Fund einer Frauenleiche wird zur Zerreißprobe für die langjährige Partnerschaft der Bremer Ermittler Inga Lürsen und Stedefreund. Was anfänglich wie eine alltägliche Mordermittlung erscheint, entpuppt sich als Netz aus Korruption, Erpressung und Geheimnissen, in das Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) drohen verwickelt zu werden. Je näher Lürsen und Stedefreund der Aufklärung des Mordes kommen, desto mehr werden sie mit den Graubereichen ihrer eigenen Profession konfrontiert. "Wo ist nur mein Schatz gebliben?" (Montag, 20.15 Uhr, ORF 2, ARD) heißt der letzte Fall des Bremer Ermittlungsduos.

    foto: orf/ard/christine schroeder

    "Spannender als der Anlassfall sind die sprichwörtlichen Leichen im eigenen Keller, die drohen, ans Tageslicht zu kommen", schreibt Karl Gedlicka im TV-Tagebuch des STANDARD. "Wenn zum Schluss nochmals aus dem Flugzeug gesprungen wird, ist klar, dass sich die Uhren nicht zurückdrehen lassen. Lürsen und Stedefreund werden Tatort-Fans fehlen."

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    foto: orf/ard/christine schroeder

    "Absprung, Absturz, Abgang", fasst Christian Buß im Spiegel Online den Bremer Tatort zusammen: "Nach dem heiteren Einstieg an der offenen Tür eines Sportflugzeugs fallen die beiden Ermittler in einen besonders brutalen Fall und werden nochmal mit schuldhaften Verstrickungen aus Stedefreunds Vergangenheit konfrontiert." Fazit: "ein Abschied auf die harte Tour, Todesfälle nicht ausgeschlossen."

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    foto: orf/ard/christine schroeder

    Um viel Geld gehe es im Bremer Tatort laut Cornelius Pollmer (Süddeutsche Zeitung) genauso wie um verdeckte Ermittler: "Vor allem aber geht es um Vertrauen, dieses so funkelnde und flüchtige soziale Gut. Ohne Vertrauen kann es keine Freundschaft geben, keine Liebe, ja, nicht einmal Kollegialität."

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    foto: orf/ard/christine schroeder

    "Lürsen und Stedefreund waren ein grundsätzlich sympathisches, aber stets etwas sperriges Duo, denen das Privatleben gelegentlich in die Ermittlungen pfuschte", resümiert Tobias Sedlmaier in der NZZ. Der letzte Fall des langjährigen Ermittlerduos zeige "noch so manche geschätzte Sperrigkeit, endet jedoch in unpassendem Pathos". (red, 22.4.2019)

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