Komikerin initiierte Shitstorm gegen "Spiegel"-Autorin, die Auftritt kritisiert hatte

    22. April 2019, 10:19
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    Enissa Amani machte ihre 500.000 Follower mobil, um eine Journalistin zu attackieren

    Weil sie mit der Kritik von "Spiegel"-Autorin Anja Rützel zu ihrem Auftritt nicht zufrieden war, hat Komikerin Enissa Amani einen Shitstorm gegen die Journalistin initiiert. Rützel hat auf Twitter öffentlich gemacht, dass sie aktuell massiv auf Instagram angefeindet wird, nachdem Amani ihren Account öffentlich gemacht und sich in mehreren Stories über ihren Text geärgert hat. "Bis jetzt habe ich mir solche komplett wahnsinnigen Eskalationen ja immer nur als faszinierter Gaffer angeschaut. Mittendrin zu stehen ist extrem unangenehm", twitterte die Spiegel-Autorin zuletzt.

    Als "AFD-Nutte" beschimpft

    Rützel hatte für Spiegel Online einen Text zu dem Influencer-Award "About You" verfasst, wo sie die Rede von Amani kritisiert hatte. Nach kurzer Zeit erreichte die Autorin eine Welle an Hasskommentaren. "Seit gestern Abend werde ich auf diversen Social-Media-Seiten als Quasi-Nazi und 'AFD-Nutte' beschimpft, weil ich für @Spiegelonline eine TV-Kritik über eine Influencer-Award-Verleihung geschrieben habe. Und eine dort auftretende Komikerin nicht komisch fand", twitterte Rützel.

    Komikerin von AFD-Politiker angezeigt

    Amani weist auf Instagram rund 500.000 Follower auf und nutzte ihre Gefolgschaft laut der Journalistin massiv dazu, dass sie sich gegen die Spiegel-Autorin aussprechen sollen. Kritik gab es von der Komikerin auch dafür, dass ein AFD-Politiker ihren Artikel lobte. Dieser hatte Amani nämlich kürzlich angezeigt, nachdem sie ihn aufgrund seiner rechtspopulistischen Äußerungen als "Bastard" bezeichnet hatte. Amani betonte auf Facebook, dass es ihr eine "Ehre ist", die Strafe zu zahlen. "Jeder der diesen Mann nicht ebenso beleidigen würde, darf sich hochachtungsvoll von dieser Seite entfernen", schrieb die Komikerin weiter.

    Amani nicht einsichtig

    Hinsichtlich der zahlreichen persönlichen Attacken auf die "Spiegel"-Autorin zeigte sich Amani auf Twitter nicht einsichtig. " Wenn Presse also einen Artikel schreibt über Menschen, sie namentlich nennt und damit ihre Leser anstachelt oder ein Bild vermittelt und Leute darauf anspringen ist es ok. Wenn aber Menschen mit Reichweite etwas schreiben und dann die Follower/Leser reagieren ist es Hetze. Ok", twitterte die Komikerin zu der Causa. (red, 21.4.2019)

    • frauenpower

      Ein Auftritt von Enissa Amani.

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