Mattersburg bricht Wacker in letzter Minute das Herz

    20. April 2019, 18:59
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    Malic und Kuen sichern in Nachspielzeit SVM-Sieg gegen das Schlusslicht

    Mattersburg ist Spitzenreiter Rapid Wien in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga näher gerückt. Die Burgenländer feierten am Samstag in der 26. Runde einen 3:1-(1:0)-Sieg über Wacker Innsbruck, dadurch verringerte sich der Rückstand auf die Hütteldorfer auf drei Punkte. Das Schlusslicht aus Tirol, das über weite Strecken die aktivere Mannschaft war, bleibt zwei Zähler hinter Hartberg.

    Alois Höller brachte sein Team in der 27. Minute aus einem Konter in Führung, nach dem Seitenwechsel erzielte Zlatko Dedic (70.) aus einem umstrittenen Foul-Elfer den Ausgleich. Auf den TV-Bildern war zu sehen, dass sich das fragliche Vergehen von Höller außerhalb des Strafraums zugetragen hatte. In der 90. Minute köpfelte Kapitän Nedeljko Malic nach einem von Höller verlängerten Einwurf ein, der eingewechselte Andreas Kuen (95.) erzielte nach einem Solo den Endstand.

    apa/herbert pfarrhofer
    Ein Kopfballduell in Mattersburg.

    Wacker startet gut

    Wacker überrannte Mattersburg in der Anfangsphase förmlich. Tino Casali musste zunächst einen Freistoß von Roman Kerschbaum abwehren, dann verfehlte der trotz einer Knöchelverletzung eingelaufene Cheikhou Dieng nach dem anschließenden Eckball knapp – beides innerhalb der ersten beiden Minuten. In der 4. Minute rettete Höller bei einer Dedic-Hereingabe.

    Die Mattersburger fanden im weinroten Auswärtstrikot nach gut zehn Minuten besser in die Partie. Vorerst schaffte es die Mannschaft von Trainer Klaus Schmidt aber nicht, in gefährliche Situationen zu kommen. Die Tiroler agierten mutig, standen allerdings oft sehr hoch, was dem Heimteam bei Ballverlust immerhin die Möglichkeit zu Kontern gab.

    apa/herbert pfarrhofer
    Ein Wacker-Elfer in Mattersburg.

    Aber Mattersburg traf

    Beim 1:0 war Andreas Gruber auf der rechten Seite die treibende Kraft. Nach seinem Zuspiel hatte Höller, der die Aktion nach einer Wacker-Ecke auch eingeleitet hatte, keine Mühe, den Ball aus wenigen Metern einzuschieben.

    Nach der Pause bemühte sich Mattersburg um mehr Kontrolle im Spiel, was aber nur teilweise gelang. Innsbruck blieb gefährlich, Christian Klem verzog in der 62. Minute. Beim Elfmeter in der 70. Minute erwies sich Alexander Harkam jedoch als gnädiger Schiedsrichter, denn Dieng setzte vor der Strafraumlinie zum Flug an. Am Ende fiel das aber nicht ins Gewicht, da die Schmidt-Truppe in der Schlussphase spät, aber doch noch den Drive nach vorne fand und die drei Punkte einsackte. (APA, 20.4.2019)

    apa/herbert pfarrhofer
    Ein Mattersburg-Siegtor in Mattersburg.

    Fußball-Bundesliga – 26. Runde, Qualifikationsgruppe:

    SV Mattersburg – FC Wacker Innsbruck 3:1 (1:0)
    Mattersburg, Pappelstadion, 1.800, SR Harkam.

    Tore: 1:0 (27.) Höller
    1:1 (70.) Dedic (Elfmeter)
    2:1 (90.) Malic
    3:1 (95.) Kuen

    Mattersburg: Casali – Höller, Malic, Ortiz, Rath – Gruber (87. Fran), Jano (83. Hart), Erhardt, Renner – Kvasina, Pusic (73. Kuen)

    Wacker: Knett – Schimpelsberger, Meusburger, Maranda, Klem – Taferner, Kerschbaum (80. Satin), Henning – Dieng (83. Gründler), Dedic, Horvath (93. Maak)

    Gelbe Karten: Malic bzw. Kerschbaum, Schimpelsberger, Taferner, Meusburger

    Stimmen:

    Klaus Schmidt (Mattersburg-Trainer): "Es war ein Sieg des Willens und der Mentalität. In der ersten Halbzeit sind wir durch unser gutes Umschaltspiel in Führung gegangen, danach haben wir aber das Spiel aus der Hand gegeben und den Faden verloren. Wir konnten die zweiten Bälle nicht mehr erkämpfen. Die neuen Spieler haben frischen Wind gebracht und dabei geholfen, das Spiel zu stabilisieren. Das Team macht einen hervorragenden Job im Frühjahr."

    Thomas Grumser (Wacker-Trainer/via Sky): "Heute haben wir uns das Ergebnis in keinster Weise verdient. Hinten raus haben wir zwei bittere Gegentore hinnehmen müssen. Aber es geht am Dienstag weiter, da müssen wir dann wieder schauen, dass wir unsere Sachen beieinanderhaben, dass wir da wieder eine gute Leistung bringen können. Heute war es gut, im Vergleich zu den Leistungen zuvor war es eine Steigerung aus meiner Sicht. Im Moment sind es ein paar Kleinigkeiten, die fehlen."

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