Rapid rettet in letzten fünf Minuten 2:2 in Altach

    20. April 2019, 18:55
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    Murg und Pavlovic verhindern die erste Qualifikationsgruppe-Niederlage der Hütteldorfer

    Rapid hat im vierten Qualifikationsgruppen-Spiel der Fußball-Bundesliga zum ersten Mal Punkte abgegeben. Der Spitzenreiter erreichte am Samstag beim SCR Altach ein 2:2 (0:0) und liegt damit nur noch drei Zähler vor dem ersten Verfolger SV Mattersburg. Die Vorarlberger fielen auf Platz vier zurück.

    Nach Toren von Mergim Berisha (51.) und Marco Meilinger (78.) hatte alles auf einen Sieg der Gastgeber hingedeutet. Rapid legte jedoch ein starkes Finish hin und rettete dank Thomas Murg (89.) und Andrija Pavlovic (92.) noch ein Remis.

    Rapid besser ohne Ertrag

    Die Hütteldorfer hatten in der Anfangsphase das Heft klar in der Hand, schafften es aber nicht, zwingende Chancen herauszuspielen. Halbwegs brenzlig wurde es nur in der siebenten Minute, als Altach-Goalie Martin Kobras einen Schuss von Thomas Murg parierte.

    Die Altacher zeigten bei einem Kopfball von Philipp Netzer in der 30. Minute neben das Tor erstmals auf und wurden danach immer stärker. In der 32. Minute brachte der wenig später verletzt ausgeschiedene Andreas Lienhart einen Stanglpass zur Mitte, Berisha scheiterte aus kurzer Distanz an Rapid-Keeper Richard Strebinger.

    foto: apa/dietmar stiplovsek
    Eine enge Partie in Altach.

    Wer das Tor nicht macht...

    Rapid verzeichnete vor der Pause nur noch einen Weitschuss von Stefan Schwab über das Tor (40.), erwischte aber den besseren Start in die zweite Hälfte. Nach einem Eckball von Murg köpfelte Maximilian Hofmann an die Stange, den abspringenden Ball donnerte Benedikt Zech unmittelbar vor der Torlinie an die Latten-Unterkante, von wo der Ball zurück ins Feld sprang (48.). Zwei Minuten später schoss Murg aus guter Position deutlich drüber.

    Fast im Gegenzug gelang den Altachern das Führungstor. Strebinger ließ einen Schuss von Marco Meilinger vor die Beine von Berisha prallen, der zum 1:0 einschoss. In der Folge kontrollierten die Gastgeber die Partie und waren auch die gefährlichere Mannschaft, so etwa in der 61. Minute, als Strebinger bei einem Kopfball von Berisha Mühe hatte.

    Als Rapid immer mehr riskierte, schlug Altach aus einem Konter zu. Schwab leistete sich einen Ballverlust, die Vorarlberger schalteten schnell um und Meilinger traf mit seinem schwächeren Fuß zum vermeintlich entscheidenden 2:0.

    foto: apa/dietmar stiplovsek
    Altach jubelt. Zu früh.

    Turbulente Schlussphase

    Rapid gelang allerdings kurz vor Schluss noch die Wende. In der 89. Minute sorgte Murg aus spitzem Winkel für den Anschlusstreffer, drei Minuten danach versenkte Pavlovic eine weite Flanke von Christopher Dibon zum 2:2.

    Trotz des späten Glücksgefühls blieb für Rapid die Negativserie im Ländle bestehen. Die Grün-Weißen haben die jüngsten acht Auswärtsspiele gegen Altach bei drei Niederlagen und fünf Remis nicht gewonnen. Die Gastgeber wiederum halten unter Trainer Alex Pastoor bei zwei Siegen und zwei Unentschieden. Der Niederländer hat als erster Altach-Coach überhaupt seine ersten vier Matches ohne Niederlage überstanden. (APA, 20.4.2019)

    Fußball-Bundesliga – 26. Runde, Qualifikationsgruppe:

    SCR Altach – SK Rapid Wien 2:2 (0:0)
    Altach, Cashpoint-Arena, 5.912, SR Drachta

    Tore: 1:0 (51.) Berisha
    2:0 (78.) Meilinger
    2:1 (89.) Murg
    2:2 (92.) Pavlovic

    Altach: Kobras – Lienhart (35. Piesinger), Zech, Netzer, Schreiner – Meilinger, Oum Gouet, Zwischenbrugger, Fischer – C. Gebauer (81. Karic), Berisha

    Rapid: Strebinger – Müldür, Dibon, Hofmann, Potzmann – D. Ljubicic, Schwab – Murg, Knasmüllner (60. Thurnwald), Schobesberger (83. Alar) – Badji (60. Pavlovic)

    Gelbe Karten: Schreiner bzw. Dibon, Hofmann

    Stimmen:

    Alex Pastoor (Altach-Trainer): "Kurz nach dem Spiel ist mein Gefühl natürlich Enttäuschung. Wir hatten den Sieg in der Hand, jetzt fühlt es sich wie eine Niederlage an. Aber ich muss auch analysieren, und das heißt, dass wir in der ersten Hälfte zu schwach waren – defensiv nicht gut und nach vorne zu wenig. Da hätte Rapid führen müssen, und wir hatten Glück. Mit den Umstellungen wurde es dann besser. Letztlich ist das Unentschieden durchaus gerecht."

    Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "Wenn man nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt macht, muss man zufrieden sein. Eine Niederlage wäre für mich zu hart gewesen, weil Altach meistens verteidigt hat. Das haben sie zwar gut gemacht, aber letztlich sind sie mit dem ersten Schuss in Führung gegangen. Wir hätten es uns leichter machen können. Wir haben einmal mehr gesehen, wie schwer es ist gegen einen Gegner, der nur mauert. Insgesamt ist das Auftreten der Mannschaft nicht mehr mit dem Herbst vergleichbar. Das lässt uns die nächsten Spiele optimistisch angehen."

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