Millionen Instagram-Nutzer von Facebook-Sicherheitslücke betroffen

    20. April 2019, 12:44
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    Passwörter wurden unverschlüsselt in einer Datenbank aufbewahrt – Facebook brachte Update an Tag von Mueller-Bericht

    Facebook hat verkündet, dass Millionen Instagram-Konten mit nicht verschlüsseltem Accountnamen und Passwort in Datenbanken aufbewahrt wurden. Zuvor hatte das Unternehmen bekanntgegeben, dass zwar Millionen Facebook-Lite-Nutzer betroffen seien, aber nur wenige zehntausende Instagram-User. Das entsprechende Posting auf dem Unternehmensblog wurde aktualisiert, um anzugeben, dass wohl weitaus mehr Nutzer betroffen sind.

    Selber Tag wie Mueller-Bericht

    Kritiker verweisen darauf, dass Facebook – womöglich bewusst – die Information verschwiegen hat, bis zu einem Tag, an dem in den USA rege Nachrichten herrschen: Nämlich, dass der Bericht des Sonderermittlers Robert Mueller öffentlich gemacht wurde. Zeitgleich mit einer Pressekonferenz, in der der Bericht zusammengefasst wurde, aktualisierte das Unternehmen den Beitrag.

    Der Sicherheitsforscher Brian Krebs hatte ursprünglich über den Umstand berichtet, offenbar wurden die Nutzerdaten mehrere Jahre lang unverschlüsselt gespeichert.Facebook selbst betont aber, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass Hacker Zugriff darauf erlangt haben.

    Facebook und IRA

    Der Bericht von Sonderermittler Mueller erwähnt Facebook laut "Guardian" 80 Mal. Die regierungsnahe russische Trollfabrik Internet Research Agency habe dem Unternehmen 100.000 US-Dollar für mehr als 3.500 Werbeanzeigen gezahlt, die wiederum 126 Millionen US-Amerikaner erreicht haben. Zudem wurden aktiv Seiten auf dem sozialen Netzwerk betrieben, um Meinungsmanipulation zu betreiben. (red, 20.4.2019)

    • Instagram-Daten von Millionen Nutzern lagen unverschlüsselt in einer Datenbank.
      foto: apa/afp

      Instagram-Daten von Millionen Nutzern lagen unverschlüsselt in einer Datenbank.

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