Gebeutelte Hartberger gastieren bei formstarker Admira

19. April 2019, 15:06
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Südstädter bauen auf Stürmer Kalajdzic – Schopp: "Sein Gesamtpackage ist megainteressant"

Wien/Hartberg – Hartberg startet den nächsten Versuch, in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga erstmals anzuschreiben. Am Karsamstag gastieren die Oststeirer jedoch bei einer Mannschaft, die im Frühjahr zu überzeugen vermochte. Die Admira holte 2019 bisher vier Siege und zwei Remis bei nur einer Niederlage auswärts gegen Rapid.

"Wenn man unsere Frühjahrsstatistik hernimmt, kann man nicht zufrieden sein, wir haben uns für unseren Aufwand noch nicht belohnt. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, und warum sollte es nicht gegen die Admira gelingen?", sagte Hartbergs Trainer Markus Schopp vor dem Antreten in der Südstadt. Die Bilanz seiner Mannschaft in den ersten drei Runden der Quali-Gruppe ist dürftig: Drei Niederlagen, 0:6 Tore.

Gegen Altach fingen sich die schon elf Runden sieglosen Steirer das entscheidende Gegentor in der 90. Minute ein, nachdem sie nach Rot für den nun gesperrten Zakaria Sanogo über eine Spielhälfte lang in Unterzahl agierten. Am Wochenende droht dem im Herbst noch vorne mitspielenden Aufsteiger gar der Rückfall ans Tabellenende, sollte Wacker Innsbruck in Mattersburg einen Sieg einfahren.

Die Admira ist einen Zähler vor Hartberg Vierter. Erfolgsgaranten für Trainer Reiner Geyer sind derzeit ein Verteidiger und ein Stürmer. Der im Winter aus Deutschland zurückgeholte Christoph Schösswendter präsentiert sich als gesuchter Organisator der Abwehr. Vorne bereitet Sasa Kalajdzic den Gegnern Kopfzerbrechen. Der baumlange U21-Teamstürmer traf zuletzt in Innsbruck im Doppelpack und bildet gemeinsam mit dem wendigen Patrick Schmidt ein starkes Sturmduo.

"Die Admira hat in der Offensive extrem viele Waffen, angefangen mit Kalajdzic. Sein Gesamtpackage ist megainteressant, er ist groß, torgefährlich und hat eine gute Technik", urteilte Schopp über den 21-jährigen Zwei-Meter-Mann. Da der bereits im Winter von Rapid umworbene Kalajdzic serbische Wurzeln hat, soll auch Serbiens Fußballverband auf ihn aufmerksam geworden sein.

Der Angreifer könnte am Samstag weiter auf sich aufmerksam machen. "Wir wollen den Aufwärtstrend gegen Hartberg fortsetzen und die drei Punkte in der Südstadt lassen", sagte Kalajdzic vor dem Spiel. Nach seinen Toren am Tivoli hat sich der Wiener noch mehr vorgenommen. "Es freut mich natürlich", sagte Kalajdzic vor eine Woche auf Sky. "Ich hoffe, es folgen noch mehrere Tore, vielleicht einmal ein Hattrick oder so." (APA; 19.4.2019)

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