Paartherapie und Leichen im Keller: Finale des Bremer "Tatort" am Montag in ORF 2

20. April 2019, 17:00
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Abschied von Inga Lürsen und Nils Stedefreund nach 20 Jahren: Eine Frauenleiche führt in mafiöse Netzwerke. Sie werden fehlen

Der gemeinsame Sprung mit dem Fallschirm als Paartherapie. So beginnt der am Montag auf ORF 2 ausgestrahlte Bremer Tatort. Die Partnerschaft, der durch den Sturz in die Tiefe neues Leben gehaucht werden soll, ist eine private und berufliche. Über 20 Jahre waren Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) als Ermittler ziemlich erfolgreich im Einsatz. Wo ist nur mein Schatz geblieben? ist ihr letzter Fall. Und der bringt die anfangs scheinbar wiedergewonnene Harmonie schnell ins Wanken.

Eine von Bauarbeitern zufällig gefundene Frauenleiche führt das Duo in ein mafiöses Netzwerk aus Erpressungen und illegalen Geldgeschäften. Spannender als der Anlassfall sind die sprichwörtlichen Leichen im eigenen Keller, die drohen, ans Tageslicht zu kommen. Tunlichst gehütete Geheimnisse sorgen an allen Fronten für Beziehungsstress, bei Lürsen und Stedefreund ebenso wie bei einem zwielichtigen, verdeckt arbeitenden Ermittlerduo und natürlich auch bei jenem Pärchen, das ins Visier der Fahnder gerät.

foto: orf/ard/christine schroeder

"Halt dich raus, dann wird alles wieder wie früher", mahnt Stedefreund seine Partnerin, als sich die Grenzen zwischen privat und Beruf, zwischen Schuld und Unschuld längst aufgelöst haben.

"Das mach ich nicht, das weißt du, auch wenn nichts mehr wird wie früher", antwortet die Frau, die weiß, dass es keine einfachen Lösungen gibt.

Wenn zum Schluss nochmals aus dem Flugzeug gesprungen wird, ist klar, dass sich die Uhren nicht zurückdrehen lassen. Lürsen und Stedefreund werden Tatort-Fans fehlen. (Karl Gedlicka, 20.4.2019)

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