Rekord-Brutsaison für den weltweit einzigen flugunfähigen Papagei

    20. April 2019, 18:12
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    Nur noch 147 ausgewachsene Kakapos leben in Neuseeland. 89 frisch geschlüpfte Küken geben Hoffnung auf ihren Fortbestand

    foto: apa/ andrew digby / new zealand department of conservation
    Der nachtaktive Kakapo ist der einzige flugunfähige Papagei.

    Wellington – Die vom Aussterben bedrohten neuseeländischen Kakapos haben heuer eine Rekord-Brutsaison erlebt – und profitieren dabei möglicherweise vom Klimawandel. Die nur 50 ausgewachsenen Kakapo-Weibchen legten 249 Eier, aus denen bisher 89 Küken schlüpften – mehr als doppelt so viel wie in der letzten Brutsaison, berichtete der Biologe Andrew Digby.

    foto: apa/ andrew digby / new zealand department of conservation
    Dank intensiver Bemühungen von Artenschützern geht es mit dem Kakapo-Bestand langsam wieder bergauf.

    Er gehe davon aus, dass 75 der Küken bis ins Erwachsenenalter überleben. Insgesamt gibt es derzeit nur 147 ausgewachsene Kakapos. Die extrem seltenen flugunfähigen Vögel leben ausschließlich auf vier Inseln vor der neuseeländischen Küste, auf denen sie keine natürlichen Feinde haben. Die Tierart wird von Forschern strengstens überwacht. Jedes einzelne Tier trägt einen Sender, die Nester werden videoüberwacht.

    foto: apa/ andrew digby / new zealand department of conservation
    Kakapos leben heute nur mehr auf kleinen Inseln vor der Küste Neuseelands.

    Tot geglaubt

    Die gelb-grünen und rund vier Kilo schweren Kakapos paaren sich nur alle zwei bis vier Jahre, wenn die neuseeländischen Rimu-Bäume Früchte tragen. In diesem Jahr trugen die Bäume besonders viele Früchte – möglicherweise dank des Klimawandels, wie Digby vermutet.

    foto: apa/andrew digby / new zealand department of conservation
    Die Papageien ernähren sich überwiegend von Pflanzen, Samen, Früchten und Pollen. Sie können zwar nicht fliegen, sind aber Profi-Kletterer.

    Die nachtaktiven Vögel galten bereits als ausgestorben, als 1970 einige überlebende Exemplare gefunden wurden. Die Kakapos gehören laut Digby vermutlich zu den am stärksten überwachten Arten der Welt. Die Tierschützer können nach seinen Worten das Monitoring frühestens lockern, wenn die Population auf mindestens 500 Exemplare angewachsen ist. (APA, red, 21.4.2019)

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