Mord und Suizid in Bregenz: Vater tötete 18-jährigen Sohn mit Messer

    18. April 2019, 14:10
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    Die Tat des 43-Jährigen wurde bereits am Dienstag verübt

    Bregenz – Ein 18-Jähriger ist Dienstagfrüh in Bregenz im Schlaf von seinem Vater erstochen worden, der 43-Jährige beging Suizid. Die Leichen wurden am Dienstagabend in der Wohnung gefunden, gab die Vorarlberger Polizei nach den Ermittlungen erst am Donnerstag bekannt. Hintergrund der Tat dürften familiäre Probleme gewesen sein, die Mutter war kürzlich mit jüngeren Geschwistern des 18-Jährigen ausgezogen.

    Tatzeitpunkt war laut Polizei in den frühen Morgenstunden. "Wir gehen davon aus, dass der Sohn geschlafen hat", sagte Norbert Schwendinger vom Landeskriminalamt (LKA) Vorarlberg. Der junge Mann habe möglicherweise noch versucht sich gegen die Messerstiche zu wehren, es sei aber kein Kampf in dem Sinne entstanden. Weitere Personen waren zu dem Zeitpunkt nicht in der betroffenen Wohnung in einem Mehrparteienhaus in der Heldendankstraße.

    Nachricht an die Ehefrau

    Vor der Bluttat hatte der 43-Jährige seiner wegen Eheproblemen getrennt lebenden Frau geschrieben, dass sie ihn nicht mehr sehen werde und er den Sohn mitnehme, berichtete Schwendinger. Diese sei zunächst davon ausgegangen, dass der Mann wegfährt. Nachdem sie ihn nicht mehr erreicht hatte, machte sie sich jedoch offenbar Sorgen und wandte sich an die Polizei.

    Beamte gingen am frühen Dienstagabend in die Wohnung und fanden die beiden Leichen. Die Ermittlungen ergaben Mord und Selbstmord, wie es in einer Polizei-Aussendung hieß. Die Obduktionen waren am Donnerstag bereits abgeschlossenen. Laut Schwendinger war der 18-Jährige mit "mehreren Messerstichen" in den Oberkörperbereich getötet worden. Der Vater hatte sich einen Herzstich zugefügt.

    Bei den Toten handelte es sich laut Polizei um Österreicher. Zwischen Vater und Sohn gab es in der Vergangenheit keine polizeilich bekannten Auseinandersetzungen, erläuterte Schwendinger. Weitere Details zu den beiden Personen sowie zu den Hinterbliebenen wurden aus Rücksicht auf die Familie vorerst nicht bekanntgeben. (APA, 18.4.2019)

    Hilfe in Krisen

    Für Menschen in Krisensituationen und deren Angehörige gibt es eine Reihe von Anlaufstellen. Unter www.suizid-praevention.gv.atfindet man Notrufnummern und Erste Hilfe bei Suizidgedanken.

    Telefonische Hilfe gibt es auch bei:

    · Psychiatrische Soforthilfe (0-24 Uhr): 01/313 30

    · Kriseninterventionszentrum (Mo-Fr 10-17 Uhr): 01/406 95 95, kriseninterventionszentrum.at

    · Rat und Hilfe bei Suizidgefahr 0810/97 71 55

    · Sozialpsychiatrischer Notdienst 01/310 87 79

    · Telefonseelsorge (0-24 Uhr, kostenlos): 142

    · Rat auf Draht (0-24 Uhr, für Kinder & Jugendliche): 147

    · Sorgentelefon für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Mo-Sa 14-18 Uhr, kostenlos): 0800/20 14 40

    Gesprächs- und Verhaltenstipps: bittelebe.at

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