Weitere Festnahmen nach Krawallen in Kopenhagen

    17. April 2019, 11:49
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    Demonstration eines so genannten Islamkritikers führte zu brennenden Mülltonnen

    Kopenhagen – Die von Provokationen eines Islamkritikers ausgelösten Krawalle in Kopenhagen halten an. Seit Dienstagnachmittag habe es an sechs Orten in der dänischen Hauptstadt weitere Brände gegeben, teilte die Kopenhagener Polizei am Mittwoch mit.

    Müllcontainer und -kübel seien ebenso angezündet worden wie Autos. Elf Personen seien festgenommen worden, nachdem sie in der Nacht auf Mittwoch im Stadtteil Nörrebro Feuerwerks- und Knallkörper abgefeuert hätten.

    Die unruhigen Szenen hatten am Sonntag während einer Demonstration des wegen Rassismus verurteilten Islamkritikers Rasmus Paludan ihren Anfang genommen. Nach Provokationen des Gründers der Kleinpartei "Strammer Kurs" wurde er nach Polizeiangaben von Gegendemonstranten angegriffen. Seitdem kam es mehrmals zu Krawallen und Auseinandersetzungen mit Polizeibeamten.

    Koran verbrannt

    Die Polizei hat Paludan mittlerweile bis auf Weiteres untersagt, im Polizeibezirk Kopenhagen Demonstrationen abzuhalten. Erneute Protestaktionen stellten eine Gefahr für den öffentlichen Frieden dar, hatte sie am Dienstag mitgeteilt. Paludan provoziert Muslime unter anderem, indem er Exemplare des Korans bei seinen Aktionen verbrennt.

    Die dänische Nachrichtenagentur Ritzau berichtete, ein 19-Jähriger sei Mittwoch früh einem Haftrichter vorgeführt worden und für 27 Tage in Untersuchungshaft gekommen. Ihm wird demnach vorgeworfen, an einem geplanten Demonstrationsort eine Handgranate abgelegt und in einer Botschaft auf dem Asphalt Paludan den Tod gewünscht zu haben. (APA, 17.4.2019)

    • Feuer und Flamme auf den Straßen Kopenhagens.
      foto: imago images / ritzau scanpix

      Feuer und Flamme auf den Straßen Kopenhagens.

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