Chefs investieren mehr in sich selbst als in Mitarbeiter

    17. April 2019, 15:21
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    Die Weiterbildungsbudgets in Unternehmen sind in diesem Jahr gestiegen – Vorgesetzte profitieren am meisten davon, ergab eine aktuelle Umfrage

    Österreichische Unternehmen investieren in diesem Jahr wieder mehr in Weiterbildung. Zu diesem Ergebnis kommt der Weiterbildungsindex (WEBI) des Instituts Manfred Hämmerle (IMH). Dabei gönnen sich Vorgesetzte selbst mehr, als sie den Mitarbeitern zugestehen.

    Für den Index wurden über 500 Personen quer durch alle Hierarchieebenen nach ihren Bildungsbudgets befragt. Es zeigt sich ein Muster: Je höher die Beschäftigten in der Hierarchie stehen, umso mehr Geld gibt es für Schulungen. 36 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer wollen drei oder mehr Weiterbildungsveranstaltungen besuchen, auf Mitarbeiterebene sind es dagegen nur 21 Prozent, die so viele Weiterbildungen absolvieren wollen. Bereichs- und Abteilungsleiter liegen mit knapp 29 Prozent dazwischen.

    Wert der Weiterbildung

    Diese Werte korrelieren mit den Aussagen über die grundsätzliche Bedeutung von Weiterbildungen: Vorstände und Geschäftsführer sagen mit großer Mehrheit (72 Prozent), dass Weiterbildung "sehr wichtig" oder "wichtig" sei, während das nur 40 Prozent der Mitarbeiter so sehen. Gut die Hälfte der Bereichs- und Abteilungsleiter schätzt die Bedeutung von Weiterbildung hoch ein.

    Der Trend bei den Schulungen geht eindeutig in Richtung "Blended Learning", der Kombination von klassischen und digitalen Weiterbildungsformaten. Rund 83 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass diese Form der Weiterbildung in den nächsten fünf Jahren zum Standard wird. Nur sechs Prozent erwarten sich eine komplette Umstellung auf "digitale Schulungen". An rein analoge Weiterbildungen glauben nur acht Prozent. (red)

    Der IMH-Weiterbildungsindex (WEBI) misst jährlich die Bedeutung beruflicher Aus- und Weiterbildung in Unternehmen. Befragt werden Vorstände, Geschäftsführer, Abteilungsleiter und Mitarbeiter aus österreichischen Unternehmen aller Branchen. Der IMH-Weiterbildungsindex (WEBI) 2019 hat den Wert von 56,0 von 120 möglichen Punkten. Im Jahr davor betrug der Wert 53,6 Punkte. Die Bewertungskriterien sind der Stellenwert von Weiterbildung, die Anzahl der geplanten Veranstaltungsbesuche und die Veränderung des Bildungsbudgets. Im Vergleich zum Vorjahr ist der WEBI um beachtliche 2,4 Prozentpunkte gestiegen.

    www.imh.at

    • Ganz ohne digitale Werkzeugen geht es in der Weiterbildung nicht mehr.
      foto: reuters

      Ganz ohne digitale Werkzeugen geht es in der Weiterbildung nicht mehr.

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