138 Verdächtige wegen Terrorismus in Bahrain verurteilt

    16. April 2019, 14:27
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    Schiiten sollen Gründung von proiranischer "Terrorgruppe" geplant haben

    Dubai – Ein Gericht in Bahrain hat 138 Verdächtige wegen mutmaßlicher Pläne zur Gründung einer "Terrorgruppe" mit Verbindungen zum Iran zu hohen Haftstrafen verurteilt. Wie Staatsanwalt Ahmad al-Hammadi am Dienstag mitteilte, erhielten die Angeklagten Haftstrafen zwischen drei Jahren und lebenslang.

    Demnach wollten sie mit Unterstützung der iranischen Revolutionsgarden eine Gruppe ähnlich der libanesischen Hisbollah-Miliz gründen.

    Laut der Staatsanwaltschaft wurde den Verurteilten auch ihre Staatsbürgerschaft aberkannt. 58 von ihnen seien auf der Flucht, 30 weitere Angeklagte seien freigesprochen worden. Nach Angaben aus Justizkreisen gehörten alle Verurteilten dem schiitischen Glauben an. Das gasreiche Golfemirat wird von einer sunnitischen Herrscherdynastie regiert, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung der schiitischen Glaubensrichtung angehört.

    Große Härte

    Seit einer Welle von gewaltsamen Protesten gegen die Herrscherfamilie in Baharain im Jahr 2011 geht die Justiz dort mit großer Härte gegen die Opposition vor. Laut dem regierungskritischen Bahrain Institut für Rechte und Demokratie wurde seitdem 990 Oppositionellen die Staatsbürgerschaft aberkannt, womit viele staatenlos wurden. Amnesty International kritisierte die Entscheidung des Gerichts, den Verurteilten ihre Nationalität zu entziehen, als "willkürliche Ausbürgerung". (APA, 16.4.2019)

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