Kein Ei gleicht dem anderen

    Ansichtssache20. April 2019, 08:00
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    Das Ei ist mehr als nur Grundbedingung für viele beliebte Bräuche zur Osterzeit. Wir haben einige Fakten zum Ei in all seinen Formen und Farben gefunden

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    foto: apa/robert jaeger

    Wie fand das Osterfest das Ei?

    Zur Tradition der Ostereier gibt es verschiedene Theorien. Sicher ist, dass das Ei als Symbol schon weitaus länger existiert als in christlichen Traditionen. Funde zeigen, dass Straußeneier schon vor 60.000 Jahren als Schüsseln genutzt und verziert wurden – nicht nur zu rituellen Zwecken, sondern vermutlich auch aus praktischen Gründen wie etwa zur Besitzkennzeichnung.

    Das Ei ist als Ursprung des Lebens in vielen Kulturen bekannt. Zahlreiche Schöpfungsgeschichten beginnen mit der Entstehung des Universums aus einem mythologischen "Weltenei". Über das Schlüpfen des Kückens, das für den Beginn neuen Lebens aus einem vermeintlich leblosen Objekt steht, fand es auch Einzug in das Christentum.

    So wurde das Ei als Symbol der Auferstehung in die christlichen Bräuche übernommen. Seit dem 12. Jahrhundert ist das Segnen von Eiern zu Ostern bekannt. Etwas später dürfte laut Überlieferungen das Färben aufgekommen sein, wobei insbesondere rot gefärbte Eier das Blut Christi symbolisieren sollen. Dazu kommt, dass Eier in der Fastenzeit nicht gegessen werden durften. Sie wurden also gekocht, um sie haltbar zu machen, und gefärbt, um sie zu kennzeichnen und von frischen Eiern unterscheiden zu können.

    Bunt gefärbte Ostereier haben sich mit dem Christentum weit verbreitet, besonders in Osteuropa sind viele Traditionen zum aufwendigen Färben und Verzieren entstanden. Beim slawischen Brauch des Eierkratzens etwa werden detaillierte Motive in gefärbte Eier geritzt. Diese Tradition hat auch die österreichische Minderheit der Burgenlandkroaten (siehe Bild) bis heute am Leben erhalten.

    Anmerkung am Rande: Aufmerksamkeit erfährt das Eierkratzen manchmal übrigens auch vom Fernsehen, die Anmoderation so eines Beitrags kann allerdings zu absehbaren Schwierigkeiten führen.

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