Kritik an Werbespot, in dem sich eine Frau die Unterarme rasiert

15. April 2019, 17:46
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Ungeschönte Haut und mehr Diversität – damit wirbt Gillette in seiner neuen Kampagne, doch es hagelt Kritik

Der Rasiererhersteller Gillette wirbt in seiner neuen Kampagne mit Natürlichkeit und für mehr Diversität. Die Haut werde unbearbeitet und vor der Rasur mit Körperbehaarung gezeigt, so die Unternehmenskommunikation. Doch die aktuellen Kampagnen werden nicht nur positiv bewertet.

Vor wenigen Tagen war ein Foto der Influencerin Anna O'Brien im Bikini Auslöser für lebhafte Diskussionen. O'Brien folgen auf ihrem Account @glitterandlazers auf Instagram mehr als rund 330.000 Menschen. Sie ist stark adipös und zeigt sich auf ihren Fotos regelmäßig in engen Trikots und auch im Bikini – so wie auf dem Foto für Gillette. Während ein Teil der Userinnen und User Lob dafür aussprach, nicht nur perfekte Körper zu zeigen, hagelt es auch Kritik: Unter anderem hieß es, dass Gillette damit krankhaftes Übergewicht verherrliche, um damit Rasierer zu verkaufen.

Nun sorgt in den sozialen Medien ein Werbefilm für Aufregung: Das Video zeigt unter anderem eine Frau, die ihre mit Tattoos verzierten Unterarme rasiert.

gillette venus

Das Video läuft unter dem Titel "My Skin.My Way" und zeigt im Laufe des Videos Frauen unterschiedlicher Ethnien und Körpermaße. Eine Aussage im Video: "Wenn die Welt von dir erwartet, den Regeln zu folgen, schreib deine eigenen."

Auf Twitter hagelt es nun Kritik. Damit werde noch mehr Druck auf junge Mädchen ausgeübt, denn es sei quasi "normal", sich die Unterarme zu rasieren. (red, 15.4.2019)

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    foto: getty images/istockphoto/skynesher
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