Restitution: Ephrussi- und Felsövanyi-Erben erhalten Gemälde zurück

    15. April 2019, 14:04
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    Zwei Waldmüller-Porträts aus dem Belvedere sowie Gemälde von Franz Adam aus dem Heeresgeschichtlichen Museum betroffen. Keine Rückgabe volkskundlicher Objekte der Familie Wittgenstein

    Wien – Der Kunstrückgabebeirat hat die Restitution dreier Gemälde an die Erben von Viktor Ephrussi sowie von Gertrude Felsövanyi aus österreichischen Bundesmuseen beschlossen. Betroffen sind zwei Porträts von Ferdinand Georg Waldmüller aus dem Belvedere, sowie das Bild "Lagerszene aus dem Jahre 1848 in Italien" von Franz Adam aus dem Heeresgeschichtlichen Museum.

    Die Erben der Familie Ephrussi, der während der NS-Zeit sowohl das Palais samt seinen Sammlungen als auch das Bankhaus entzogen wurde, erhalten das Franz-Adam-Gemälde zurück, weil sein Ankauf im Jahr 1950 in einem engen Zusammenhang mit einer Ausfuhrsperre durch das Bundesdenkmalamt erfolgte.

    Frühere Entscheidung revidiert

    Im Fall Felsövanyi revidierte der Beirat eine frühere Entscheidung. Die Porträts "Bildnis des Herrn Johann Werner" und "Bildnis der Frau Magdalena Werner" waren 1939 durch eine Bevollmächtigte der Besitzerin Gertrude Felsövanyi verkauft worden – allerdings in die eigene Tasche. Aufgrund des eindeutigen Zusammenhangs mit der Verfolgung Felsövanyis stufte der Beirat den Erwerb nun doch als "nichtiges Rechtsgeschäft" ein.

    In Bezug auf fünf volkskundliche Objekte, die Paul bzw. Hermine Wittgenstein dem Museum für Volkskunde schenkten, sah der Beirat dagegen keine Entziehungen – auch wenn die Objekte, darunter ein Spinnrad, ein Fernrohr und eine Wanduhr, in Bundeseigentum wären, müssten sie demnach nicht zurückgegeben werden. (APA, 15.4.2019)

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