Altach biegt dezimierte Hartberger

    13. April 2019, 18:57
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    Später Treffer von Berisha zum 1:0 in Hartberg – Sanogo sah nach Schiri-Kritik Rot – Oststeirer in Qualifikationsgruppe weiter ohne Punkt und Tor

    Hartberg – Der SCR Altach hat in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga im Auswärtsspiel beim TSV Hartberg einen spät erkämpften 1:0-Sieg bejubelt. Mergim Berisha traf vor 1.800 Zuschauern erst in der 90. Minute per Kopf für die Vorarlberger. Deren Neo-Coach Alex Pastoor holte in den drei Spielen seiner noch jungen Amtszeit damit sieben von neun möglichen Zählern.

    Hartberg spielte nach einer Roten Karte für Zakaria Sanogo (40.) über eine Spielhälfte lang in Unterzahl. Der nun schon elf Runden sieglose Aufsteiger musste sich lange bei Torhüter Rene Swete bedanken, der einige Paraden zeigte. Die Steirer haben in den drei Spielen der Qualifikationsgruppe damit noch nicht angeschrieben und auch noch kein Tor erzielt. In der Tabelle liegen sie zwei Zähler vor Schlusslicht Wacker Innsbruck am fünften Platz. Altach ist Dritter.

    Altach jubelte spät, aber verdient. Die Gäste aus dem "Ländle" waren in der zweiten Spielhälfte die dominante Elf. Hartbergs Abwehrschlacht blieb unbelohnt. Dabei hatte Markus Schopp vor Beginn auf Neues gesetzt. So rückten Sanogo und die wieder fitte Salzburg-Leihgabe Mohamed Camara in die Mannschaft. Diese versuchte, Akzente zu setzen. Da beide Seiten aber wenig Risiko eingingen, blieben Chancen vorerst aus.

    Bei Altach war Christian Gebauer nach seinen Rückenproblemen wieder mit dabei. Die Vorarlberger kamen nach einer halben Stunde besser ins Spiel und fanden prompt zwei Möglichkeiten vor. Beide Male war Berisha mitten drin. Zunächst dribbelte der Kosovare im Strafraum, Emir Karic konnte die Verwirrung bei den Hausherren nicht nutzen (28.). Dann tauchte Berisha nach einem missglückten Abwehrversuch von Michael Huber alleine vor Swete auf, scheiterte aber am Hartberger Schlussmann (39.).

    foto: apa/erwin scheriau
    Zakaria Sanogo (re) wirkte nur bis zur 40. Minute mit.

    Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff schwächte sich Hartberg selbst. Sanogo foulte und handelte sich wegen Meckerns Gelb ein. Da der Mann aus Burkina Faso damit nicht aufhörte, zückte Schiedsrichter Andreas Heiß die Rote Karte.

    Schon in den ersten Minuten nach Seitenwechsel lag die Altacher Führung in der Luft. Marco Meilinger zog aus 16 Metern ab, Swete bewahrte sein Team erneut vor einem Rückstand (49.). Berisha traf außerdem aus spitzem Winkel die Stange (53.). Die Hartberger durchtauchten diese Phase und lieferten eine leidenschaftliche Abwehrschlacht ab, in der Swete herausragte. Der 28-Jährige parierte gegen Gebauer (62.) ebenso wie bei einem Abschluss des eingewechselten Sherko Gubari (72.). Altach setzte vermehrt auf die Offensive, um den Auswärtssieg zu erzwingen. Berisha war nach einer Flanke von Gubari schließlich per Kopf zur Stelle. (APA, 13.4.2019)

    Fußball-Bundesliga – 25. Runde, Qualifikationsgruppe:

    TSV Hartberg – SCR Altach 0:1 (0:0)
    Hartberg, Profertil Arena, 1.832, SR Heiß

    Tor: 0:1 (90.) Berisha

    Hartberg: Swete – Flecker, Huber, Siegl, Rasswalder – Camara, Cancola – Sanogo, Rep, Ilic (46. Sittsam) – Tadic (65. Schubert)

    Altach: Kobras – Lienhart, Zech, Netzer (58. Piesinger), Karic – Meilinger (80. S. Nutz), Oum Gouet (69. Gubari), Zwischenbrugger, Fischer – Gebauer, Berisha

    Rote Karte: Sanogo (40./Unsportlichkeit)

    Gelbe Karten: Flecker, Sittsam bzw. Lienhart, Piesinger

    Stimmen:

    Markus Schopp (Trainer Hartberg): "Nach dem Ausschluss war Altach spielbestimmend, sie haben doch einige Chancen liegen gelassen. Es war dann schwer für uns. Wir haben uns aber tapfer geschlagen und hatten auch die eine oder andere Offensivaktion. Am Ende hatte der Gegner in einer hektischen Schlussphase dann doch das bessere Ende für sich. Das ist natürlich bitter. Der Schiedsrichter hatte nicht den besten Tag. Vielleicht hat er das, was Sanogo gesagt hat, nicht richtig gehört. Er kann ja fast kein Deutsch."

    Alex Pastoor (Trainer Altach): "Wir haben von Anfang an das Spiel unter Kontrolle gehabt und haben das nach dem Ausschluss noch verstärken können. Das Spiel war grundsätzlich hektisch. Die Spieler haben die Bälle oft voreilig abgespielt. Es gab dann aber gute Chancen für uns. In dieser hektischen Schlussphase waren wir die Glücklicheren und haben die drei Punkte noch heim nehmen können. Wir haben jetzt zweimal gewonnen und ein Unentschieden. Das ist nicht so schlecht."

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