Rapid musste nur im Finish gegen Mattersburg ein bisserl zittern

    13. April 2019, 18:51
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    Wiener feiern mit 2:1-Erfolg dritten Sieg in Qualifikationsgruppe und setzen sich von Verfolger Mattersburg ab

    Wien – Rapid hat im dritten Spiel der Qualifikationsgruppe in der Fußball-Bundesliga den dritten Sieg gefeiert. Die Hütteldorfer setzten sich am Samstag vor eigenem Publikum gegen den SV Mattersburg durch Treffer von Christoph Knasmüllner (53.) und Thomas Murg (60.) beziehungsweise Alois Höller (89.) mit 2:1 durch und bauten damit ihren Vorsprung auf die zweitplatzierten Burgenländer auf fünf Punkte aus.

    Die erste gefährliche Szene gehörte den Gästen: Rapid-Goalie Richard Strebinger missglückte ein Abschlag, Andreas Gruber konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen (4.). Rapid kam erstmals in der achten Minute vielversprechend in den gegnerischen Sechzehner. Nach Pass von Stefan Schwab lupfte Aliou Badji den Ball über SVM-Keeper Tino Casali, der für den verletzten Markus Kuster einsprang und sein Bundesliga-Debüt gab. Thorsten Mahrer klärte allerdings vor der Linie.

    foto: apa/expa/florian schroetter
    Gelage in Hütteldorf. Aus dem Tohuwabohu resultierte der Anschlusstreffer der Mattersburger.

    In der Folge entwickelte sich ein Mittelfeldgeplänkel, das nur sporadisch von Halbchancen unterbrochen wurde. In der 17. Minute traf Rene Renner das Außennetz, in der 27. Minute spielte Thomas Murg einen zu ungenauen Stanglpass auf Philipp Schobesberger, in der 30. Minute ging ein Versuch von Mert Müldür ans Außennetz und in der 32. Minute parierte Casali einen Weitschuss von Christoph Knasmüllner.

    Nach dem Seitenwechsel versprühte Rapid deutlich mehr Elan – erster Beleg dafür war ein Kopfball von Knasmüllner aus guter Position deutlich über das Tor (48.). In der 51. Minute war Casali bei einem Murg-Schuss zur Stelle, zwei Minuten später jedoch musste der Schlussmann erstmals hinter sich greifen. Nach Querpass von Murg hatte Knasmüllner keine Mühe, aus kurzer Distanz zum 1:0 einzuschieben. Schon zwei Minuten danach wäre es fast 2:0 gestanden, Casali fischte aber einen Badji-Kopfball aus dem Eck.

    Später Anschlusstreffer

    Lange aufgeschoben war das 2:0 trotzdem nicht. Knasmüllner spielte Murg frei und der Grazer sorgte per Flachschuss für die Vorentscheidung (60.). Auch danach blieb Rapid tonangebend und schien dem dritten Tor näher als die Mattersburger dem Anschlusstreffer. Im Finish hielt aber der Schlendrian Einzug bei der Truppe von Dietmar Kühbauer, bestraft wurde das durch den SVM-Treffer in der 89. Minute, als der eingewechselte Höller aus einem Gestocher nach einem Corner einnetzte und Rapids Torsperre in der Qualifikationsgruppe brach. Eine Chance auf das 2:2 hatten die Gäste dann aber nicht mehr.

    Rapid gelang damit die Revanche für das 1:2 im März im Burgenland, das den Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Meistergruppe einen schweren Schlag versetzt hatte. Die Wiener haben nun gegen den SVM seit sieben Heimmatches nicht mehr verloren. (APA, 13.4.2019)

    Fußball-Bundesliga – 25. Runde – Qualifikationsgruppe:

    SK Rapid Wien – SV Mattersburg 2:1 (0:0)
    Wien, Allianz Stadion, 12.300, SR Ciochirca

    Tore:
    1:0 (53.) Knasmüllner
    2:0 (60.) Murg
    2:1 (89.) Höller

    Rapid: Strebinger – Müldür, Sonnleitner, Dibon, Bolingoli – Grahovac, Schwab (72. D. Ljubicic) – Murg, Knasmüllner (77. Alar), Schobesberger – Badji (84. Pavlovic)

    Mattersburg: Casali – Fran, Mahrer, Ortiz (71. Malic), Renner – Jano – Gruber, Kvasina, Erhardt (78. Grgic), Ertlthaler (57. Höller) – Pusic

    Gelbe Karten: Schwab, Bolingoli bzw. Mahrer, Renner, Gruber

    Stimmen

    Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "Für uns war es wichtig, dass wir Abstand zu Mattersburg gewinnen. In der ersten Hälfte hat Mattersburg gut dagegengehalten, in der zweiten Hälfte haben wir in der Kabine gesagt, wir müssen mehr investieren und die Jungs haben das gut umgesetzt. Nach dem 2:0 haben wir es verpasst, das dritte Tor zu schießen, dann wäre mehr drin gewesen. Grundsätzlich bin ich mit der Leistung in der zweiten Hälfte sehr zufrieden, da hat man gesehen, dass die Spieler unglaublich gut Fußball spielen können. Es freut mich für Knasmüllner, dass er mit seinem Tor und Assist die richtige Antwort auf seine vergebenen Chancen in Innsbruck gegeben hat."

    Klaus Schmidt (Mattersburg-Trainer): "Die zweite Hälfte von Rapid war beeindruckend. In der ersten Hälfte war das Spiel mehr als offen, aber wir haben den Start in die zweite Hälfte verschlafen. Das 1:0 war das Resultat dieser Druckphase, dann haben sie uns ein bisschen hergespielt. Dass unser Tor erst in 89. Minute gefallen ist, hat uns entwaffnet. Es war zu spät, um das Spiel noch auf unsere Seite zu bringen. Der Sieg von Rapid war verdient."

    • Mario Sonnleitner (Rapid) im Duell mit Martin Pusic (SVM) gnadenlos.
      foto: apa/expa/florian schroetter

      Mario Sonnleitner (Rapid) im Duell mit Martin Pusic (SVM) gnadenlos.

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