Erstmals mehr als 16.000 Bewerber für Medizinstudium

    11. April 2019, 12:23
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    Verfügbar sind aber nur 1.680 Plätze. Die Uni Linz startet das Studium "Medical Engineering" als "Alternative zum Medizinstudium"

    Wien – Erstmals haben sich heuer mehr als 16.000 Personen für den jährlichen Aufnahmetest an den Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck sowie der Medizin-Fakultät an der Uni Linz am 5. Juli angemeldet. Insgesamt registrierten sich 16.443 Interessenten (2018: 15.880) für einen der 1.680 zu vergebenden Plätze, teilten die Unis in einer Aussendung mit.

    Einen besonders starken Zuwachs gab es in Wien: Hier meldeten sich heuer 8.217 Personen (2018: 7.451) an. An der Medizin-Uni Innsbruck stieg die Bewerberzahl von 3.766 (2018) auf 3.826, an der Medizin-Uni Graz von 2.969 (2018) auf 3.084. In Linz ging die Bewerberzahl heuer mit 1.316 Personen gegenüber dem Vorjahr (1.694) zurück – allerdings war sie hier aufgrund zusätzlicher Plätze 2018 besonders stark angewachsen.

    An der Medizin-Uni Wien stehen 740 Plätze zur Verfügung, an der Medizin-Uni Innsbruck 400, an der Medizin-Uni Graz 360 und in Linz 180. Damit kommen in Wien elf Bewerber auf einen Platz, in Innsbruck rund zehn, in Graz rund neun und in Linz sieben.

    "Medical Engineering" als Alternative

    Die Uni Linz wird ab Herbst mit dem neuen Studium "Medical Engineering" auch eine "Alternative zum Medizinstudium" einführen, wie es in einer Aussendung heißt. Hier liegen Schwerpunkte auf Mechatronik, Informatik und Künstliche Intelligenz (KI), die medizinischen Grundlagen lerne man gemeinsam mit den Studenten der Humanmedizin. Dadurch eigne sich das neue Studium gewissermaßen auch als Warteschleife, denn: "Wer im nächsten Jahr neuerlich zum Aufnahmetest Humanmedizin antritt und diesen besteht, kann während dieses Überbrückungsjahres bereits Kurse in Medizin absolvieren", so Rektor Meinhard Lukas.

    In der Humanmedizin gehen 75 Prozent der Studienplätze an allen Unis an Kandidaten mit österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Bewerber aus der EU und fünf Prozent sind für Studienwerber aus Drittstaaten vorgesehen. In der Zahnmedizin ist diese Quotenregelung dagegen heuer gefallen: Die Plätze werden unabhängig von der Nationalität an die Bewerber mit dem besten Testergebnis vergeben.

    Im Schnitt erschienen in den Vorjahren rund 80 Prozent der Angemeldeten auch zum Test – für die Teilnahme am Aufnahmeverfahren waren 110 Euro zu bezahlen. (APA, 11.4.2019)

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