Nomad Base Station Apple Watch Edition im Test: Das ist der perfekte Airpower-Ersatz

    15. April 2019, 15:03
    8 Postings

    Ladematte um 119 Euro kann im Test überzeugen – man muss allerdings Geduld einplanen

    Smartwatch, Smartphone und vielleicht auch noch Bluetooth-Kopfhörer. Manchmal sieht man das Nachtkastl vor lauter Kabeln nicht mehr. Drahtloses Laden ist hier die Lösung. Mit AirPower wollte Apple eine All-In-One-Lösung für Apple-Nutzer auf den Markt bringen – dieses Vorhaben ist nun bekanntermaßen gescheitert. Mit Nomads Base Station Apple Watch Edition gibt es aber eine Alternative. DER STANDARD hat das Produkt getestet und alle Kabel vom Nachtkastl verbannt.

    Alle Geräte aufladen

    Nomad verspricht, dass man mit der Ladematte zwei Smartphones und eine Apple Watch gleichzeitig aufladen kann. Drei Ladespulen hat der Hersteller integriert – das Produkt weist einen 10 Watt Fast Charge Modus auf. Sollte man dann noch zwei weitere Geräte aufladen müssen, kann man dies über den zusätzlichen USB-A- und USB-C-Port erledigen. Primär richtet sich die Base Station allerdings an Leute, die ihr iPhone und Apple Watch einfach platzieren und über Nacht gemeinsam aufladen wollen.

    Keine Millimeterarbeit

    Und hier kann die Ladematte im STANDARD-Test auch eindeutig überzeugen. Getestet wurde mit einer Apple Watch, AirPods und einem iPhone XS Max. Die Geräte wurden eine Woche lang abends immer auf der Ladematte platziert und waren am nächsten Tag vollständig aufgeladen. Das Mobiltelefon und die AirPods mussten dabei nicht exakt platziert, sondern einfach auf die Lederfläche gelegt werden. Eine Überhitzung der Geräte wurde dabei nicht festgestellt. Vielmehr waren Smartphone, Uhr und AirPods am nächsten Tag vollständig aufgeladen.

    Viel Zeit einplanen

    Das Case des iPhone XS Max machten dabei keine Probleme. Das iPhone XS Max und XS sollen im Vergleich zu den Vorgängermodellen schnelleres drahtloses Laden mit sich bringen und somit 10-Watt-Ladematten unterstützen. Im Test wuchs der Akkustand des Geräts nach 15 Minuten um 11 Prozent an. Mit dem Kabel ist das Aufladen des iPhones freilich deutlich schneller. Die Base Station richtet sich somit vielmehr an jene, die ihr Gerät über Nacht aufladen wollen.

    Nicht ganz verlässliche Anzeigen

    Nomads Base Station weist zuletzt drei LED-Statusanzeigen auf. Diese zeigen mit orangem Licht an, wenn ein Gerät noch Saft benötigt, beziehungsweise mit weißem Licht, wenn dieses vollständig aufgeladen ist. Im Test erwies sich diese Statusanzeige nicht immer als ganz zuverlässig. Probleme hatte die Ladematte primär mit den AirPods. Hier stimmte die Anzeige oftmals nicht. So waren die drahtlosen Kopfhörer vollständig aufgeladen, trotzdem wurde oranges Licht angezeigt. Beim iPhone ergab sich hingegen ein anderes Bild. Hier reagierte die Anzeige allerdings träge und wechselte das Licht nach ein paar Minuten.

    Fazit

    Nomads Base Station Apple Watch Edition ist ein sehr guter AirPower-Ersatz. Zwar weist das Gerät im Vergleich zu dem abgesagten Apple-Produkt nur drei statt dutzenden Ladespulen auf, im Test konnte die Ladematte aber trotzdem überzeugen und hatte nicht mit Überhitzung zu kämpfen. Der verlangte Preis von 119 Euro ist zwar hoch, angesichts der Zertifizierung des Apple-Watch-Ladeadapters aber wohl angemessen. Wer sich den AirPower-Ersatz nun holen will, muss zuletzt lange warten. Das Produkt ist aktuell überall vergriffen mit Wartezeiten von mehreren Monaten. (Daniel Koller, 15.4.2019)

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Richtlinien: Das Testmuster wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

    Link

    Nomad Base Station Apple Watch Edition

    Zum Thema

    Abgesagt: Apples kabellose Ladematte Airpower ist tot

    Airpower: Wo ist Apples drahtlose Ladematte?

    • Artikelbild
      nomad
    • Artikelbild
      nomad
    • Artikelbild
      nomad
    • Artikelbild
      nomad
    • Artikelbild
      nomad
    Share if you care.