Personalausweise müssen künftig Fingerabdruck speichern

    4. April 2019, 15:00
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    Das EU-Parlament stimmte der Verordnung zu. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Abdrücke auch für andere Zwecke genutzt werden

    Im EU-Parlament wurde am Donnerstag beschlossen, dass Daten zu Fingerabdrücken sowie biometrische Fotos in Zukunft im Personalausweis gespeichert werden müssen. Die Idee dahinter ist, Fälschungen zu erschweren.

    Gefälschte Ausweise waren zumindest in den letzten Jahren trotz vieler Einreisen ein rückläufiges Problem, wie aus Daten der EU-Grenzschutzbehörde Frontex hervorgeht. Kritiker befürchten, dass die Richtlinie dafür sorgen könnte, dass Fingerabdrücke auch bei anderen Behörden – etwa der Polizei – gespeichert werden.

    Nicht nur Ausweise

    Der Forderung, die Abdrücke ausschließlich für Ausweise zu nutzen, wurde nämlich nicht umgesetzt. Demnach ist nicht geregelt, ob die Daten auch für andere Zwecke verwendet werden dürfen – daher ist es möglich, dass sie auch anderweitig gespeichert werden.

    Die deutsche Regierung hatte auf die Verordnung gedrängt. Wie netzpolitik.org unter Berufung auf die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, war sie laut dem deutschen Innenminister Horst Seehofer (CSU) "dringend notwendig". (muz, 4.4.2019)

    • Personalausweise müssen künftig Daten zum Fingerabdruck speichern.
      foto: apa/afp/luis robayo

      Personalausweise müssen künftig Daten zum Fingerabdruck speichern.

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