Continental prognostiziert weltweit enorme Umsätze mit Autosoftware

    2. April 2019, 19:00
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    Firmenchef Degenhart rechnet auf Vervierfachung des Marktvolumens bis 2030

    Der Trend zu Fahrer-Assistenzsystemen und selbstfahrenden Autos wird nach Einschätzung des Technologiekonzerns Continental den Bedarf an Software in den nächsten Jahren beschleunigen. Das werde dazu führen, dass sich die Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrzeugsoftware bis 2030 weltweit auf rund 1,2 Billionen Dollar pro Jahr mehr als vervierfachen, sagte Continental-Chef Elmar Degenhart auf einer Veranstaltung der Fachzeitschrift "auto motor und sport" in Stuttgart.

    Derzeit liege der jährliche Umsatz mit solchen Computerprogrammen, die Unfälle vermeiden helfen sollen, bei 280 Milliarden Dollar. Softwarekompetenz sei entscheidend für den künftigen Erfolg von Automobilunternehmen, betonte Degenhart. Allerdings fehle der Branche bisher noch das nötige Gewicht auf diesem Feld.

    Enormes Wachstumspotenzial

    Das enorme Wachstumspotenzial und die begrenzten Softwarekompetenzen traditioneller Fahrzeughersteller führten dazu, dass immer mehr IT-Unternehmen in der Automobilindustrie Fuß fassen. Für die IT-Branche habe die Entwicklungsgeschwindigkeit immer schon eine größere Bedeutung gehabt als die Perfektion des Produkts, während für die Autobauer lieber die Sicherheit erhöhten als etwas zu überstürzen. Bei der Entwicklung selbstfahrender Autos müssten Software- und Automobilindustrie enger zusammenarbeiten, was zu einem Umdenken auf beiden Seiten führen werde, glaubt der Continental-Chef.

    Nicht nur in den Fahrzeugen übernimmt immer mehr Software zentrale Funktionen, auch in der Produktion und Automatisierung von Logistikabläufen in der Branche ist die IT nicht mehr wegzudenken. BMW hat gerade erst seine Zusammenarbeit mit dem weltgrößten Softwarekonzern Microsoft ausgeweitet, um Produktionsprozesse stärker zu vernetzen. Volkswagen arbeitet mit den Technologieriesen Amazon und Siemens zusammen, um Daten besser verarbeiten zu können und die Kosten zu senken. (Reuters, 02.04.2019)

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