Rapid lässt Admira keine Chance

30. März 2019, 18:49
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Grün-Weiß nach geglücktem Start in der Qualifikationsgruppe Tabellenführer – Fan-Boykott in Halbzeit eins

Wien – Rekordmeister Rapid hat einen erfolgreichen Start in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga hingelegt. Die Hütteldorfer besiegten die Admira am Samstag im Allianz Stadion völlig verdient mit 3:0 (1:0) und übernahmen gleich einmal die Führung im unteren Play-off. Zudem glückte ihnen auch eine gelungene Generalprobe für das ÖFB-Cup-Halbfinale am Mittwoch (20.30 Uhr) beim LASK.

foto: apa/herbert p. oczeret
11.600 Zuschauer gaben sich die Partie im Allianz-Stadion. Nahezu alle Block-West-Abonnenten boykottierten die erste Spielhälfte.

45-Minuten-Fan-Boykott

Christoph Knasmüllner brachte die Wiener in der 38. Minute voran. Die Führung hätte aber schon früher fallen müssen, ein Foulelfmeter (25.) von Andrija Pavlovic war aber deutlich über dem Tor gelandet. All diese Szenen bekamen fast alle Block-West-Abonnenten nicht mit. Sie hatten die erste Hälfte boykottiert und nicht auf den Tribünen mitverfolgt. Nach der Pause münzten Philipp Schobesberger (53.) und Premieren-Torschütze Aliou Badji (80.) die drückende Rapid-Überlegenheit in weitere Tore um.

Die Rapidler kontrollierten die Partie in einer stimmungslosen ersten Hälfte von Beginn an und setzten immer wieder auch Akzente. Ein Kopfball von Knasmüllner (8.) ging genauso daneben wie ein Schuss von Stephan Auer (11.). Bei einem Abschluss von Srdjan Grahovac (20.) konnte sich Admira-Goalie Andreas Leitner auszeichnen.

Pavlovic scheitert vom Punkt

Wenige Minuten später pfiff Schiedsrichter Rene Eisner nach einem Zweikampf von Sebastian Bauer und Thomas Murg im Strafraum wohl zu recht Elfmeter, Pavlovic versagten aber die Nerven. Knasmüllner ließ sich seine Topchance aber nicht entgehen. Nach einem unnötigen Ballverlust von Admira-Kapitän Daniel Toth und idealer Vorarbeit von Schobesberger traf der Ex-Admiraner aus rund elf Metern überlegt ins Eck.

Mit den zur Pause zahlreich nachgekommenen Anhängern – insgesamt waren es 11.600 – im Rücken, lief es für die Gastgeber noch deutlich besser. Die Admiraner konnten sich kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Murg brachte den Ball zwar an Leitner vorbei, rollte das Leder aber ins Außennetz (51.). Zwei Minuten später zappelte der Ball im Netz. Nachdem Knasmüllner noch an einer Badji-Hereingabe vorbeigerutscht war, vollendete Schobesberger am langen Eck stehend ins leere Gehäuse.

Erster Ligatreffer für Badji

Weitere Treffer lagen in der Luft. Knasmüllner traf die Stange (58.), ein Müldür-Kopfball ging knapp drüber (62.). Die Admira kam nur vereinzelt gefährlich vors Rapid-Tor, die beste Möglichkeit vertändelte Patrick Schmidt (67.). Auf der anderen Seite gab es rollende Angriffe und der zur Pause eingetauschte 21-jährige Senegalese Badji krönte seine starke Vorstellung mit seinem ersten Treffer im österreichischen Oberhaus.

Rapid feierte damit den vierten Ligasieg gegen die Südstädter in Folge, bei allen drei Partien in dieser Saison blieben die Schützlinge von Chefcoach Dietmar Kühbauer zudem ohne Gegentreffer. Sie liegen damit wie vor der Punkteteilung sechs Punkte vor der Admira. Bei den Niederösterreichern, die im fünften Spiel 2019 die erste Niederlage kassierten, hatte der Ex-Rapidler Christoph Schösswendter in seinem 100. Ligaspiel für die Admira keinen Grund zum Jubeln. (APA, 30.3.2019)

Fußball-Bundesliga – 23. Runde – Qualifikationsrunde:

SK Rapid Wien – FC Admira 3:0 (1:0)
Wien, Allianz Stadion, 11.600, SR Eisner.

Tore:
1:0 (38.) Knasmüllner
2:0 (53.) Schobesberger
3:0 (80.) Badji

Rapid: Strebinger – Auer, Sonnleitner, Müldür, Bolingoli – Grahovac, Schwab – Murg, Knasmüllner (79. D. Ljubicic), Schobesberger (69. Ivan) – Pavlovic (46. Badji)

Admira: Leitner – Aiwu, Schösswendter, Bauer – Zwierschitz, Vorsager, Toth, Hjulmand (46. Bakis), Spasic – Starkl (46. Pusch), Schmidt (73. Jakolis)

Gelbe Karten: keine bzw. Bauer

Anm.: Pavlovic schoss einen Foulelfmeter über das Tor (25.).

Stimmen:

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "Es ist natürlich so, dass ich sehr zufrieden bin, auch weil der Druck für die Mannschaft nicht der Kleinste war, und wir es mit der Admira mit einem Team zu tun gehabt haben, das 2019 noch nicht verloren hat. Sie haben versucht, gut in der Defensive zu stehen, wir haben uns unsere Möglichkeiten erarbeitet. Wichtig war das 1:0 von Knasi (Christoph Knasmüllner; Anm.). Mit der Hereinnahme von Aliou (Badji) ist noch mehr Tempo reingekommen. Der Sieg war absolut verdient, ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen."

Reiner Geyer (Admira-Trainer): "Wir haben verdient verloren. Die Medaille hat zwei Seiten. Die eine Seite ist, dass Rapid richtig gut war. Wir haben die Schärfe, die uns in den letzten Wochen in der Defensive ausgezeichnet hat, nicht auf den Platz gebracht, waren immer einen Schritt oder einen Meter zu spät. Rapid hat die Räume genutzt, ist immer selbstbewusster geworden und hat die Tore gemacht. Es war einfach nicht unser Tag."

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  • Christoph Knasmüllner brachte die Grün-Weißen mit dem Führungstreffer auf Drei-Punkte-Kurs.
    foto: apa/herbert p. oczeret

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