Models in Unterwäsche: Kritik an Kampagne des Verkehrsministeriums

    29. März 2019, 12:18
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    Der Slogan der Fahrradhelmkampagne lautet "Looks like shit. But saves my life"

    Berlin – An einer Fahrradhelmkampagne des deutschen Verkehrsministeriums hagelt es Kritik: Zu den Motiven der mit der Fernsehsendung "Germany's Next Topmodel" umgesetzten 400.000 Euro teuren Plakataktion gehören männliche und weibliche Models in Unterwäsche mit bunten Fahrradhelmen auf dem Kopf. Der Slogan lautet "Looks like shit. But saves my life" ("Sieht scheiße aus. Rettet aber mein Leben").

    foto: verkehrsministerium

    Die Motive sind seit Anfang der Woche in ganz Deutschland zu sehen. Seither gibt es Widerspruch, nunmehr auch von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen: Die "leichtbekleidete Helmkampagne" widerspreche dem gesunden Menschenverstand. Es stelle sich die Frage, weshalb Models in Unterwäsche, "dafür aber mit Helm auf dem Kopf für Sicherheit werben". Bei einem Unfall in dieser Kleidung wären Verletzungen vorprogrammiert.

    foto: verkehrsministerium

    Das Ministerium verteidigte die Aktion. Damit solle die "schwer erreichbare Zielgruppe" der 17- bis 30-Jährigen angesprochen werden, die besonders selten einen Helm tragen. Außerdem gehe es darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dem widersprach die BAG kommunaler Frauen: "Es geht immer auch um Inhalte und Bilder, die vermittelt werden. Der Zweck heiligt nicht die Mittel." (APA, AFP, 29.3.2019)

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