Saubermacher Uwe Ochsenknecht in ARD-Reihe "Die Drei von der Müllabfuhr"

    Ansichtssache29. März 2019, 07:09
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    In der ersten Folge mit dem Titel "Dörte muss weg" bekommen es die Müllmänner mit einem Roboter zu tun, der Personal entsorgen soll

    Mit Slogans wie "We kehr for You" oder "Eimer liebt Dich" ist die Müllabfuhr in Berlin unterwegs, um für sich und ihre Arbeit zu werben. Die orangen Männer, die täglich unseren Dreck wegputzen, sind jetzt auch Stoff einer fiktiven Reihe, die in der ARD am Freitag um 20.15 Uhr startet.

    "Die Drei von der Müllabfuhr" nennt sie Regisseur Edzard Onneken. In der ersten Folge mit dem Titel "Dörte muss weg" bekommen es die Müllmänner Werner (Uwe Ochsenknecht), Ralle (Jörn Hentschel) und Tarik (Daniel Rodic) mit einem Roboter zu tun, der ihnen künftig die Arbeit abnehmen soll.

    foto: ard, degeto

    Das gefällt Werner (Ochsenknecht), von seinen Kollegen auch "Käpt'n" genannt, weil er sich nichts sagen lässt und auch seinem Streberchef recht ordentlich die Meinung sagt, gar nicht. Weil: Blöd ist er nicht, der Werner. Er durchschaut die Sache gleich: Dieser Roboter "Dörte" – eine sogenannte Modernisierungsmaßnahme – ist freilich dazu da, nicht nur Müll, sondern auch Personal zu entsorgen.

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    foto: ard, degeto

    Im Job tut Werner auf beinhart, ist Stütze für die anderen. Privat schaut es anders aus. Über den Tod seiner Frau kommt er nicht hinweg, zu Hause redet er mit der Urne. Und auch körperlich ist er nicht gut beisammen. Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

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    foto: ard, degeto

    Aber er tut, was er tun muss. Versucht, dem unliebsamen Roboter und seinem unguten Chef eins auszuwischen. Fährt nebenbei mit seinem Müllwagen Kinder in die Schule, hilft Beisl-Betreiberin Gabi, die mit einer Baustelle vor ihrem Haus zu kämpfen hat, und ist auch sonst immer offen für gute Taten.

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    foto: ard, degeto

    Uwe Ochsenknecht zieht seinen gewohnten Schnofel, grantelt herum. Das kommt hier aber ganz zahm daher. "Die Drei von der Müllabfuhr" ist nämlich so was wie Feelgood-Fernsehen am Freitagabend, sozusagen Entspannungs-TV nach einer harten Woche im Job.

    Das ist zwar lieb gemeint, gerät aber dann doch ein wenig zu seicht. Nichts gegen Klischees, aber hier werden zu viele auf einmal und vor allem zu erwartbar aneinandergereiht.

    Folge zwei mit dem Titel "Baby an Bord" folgt am Freitag, 5. April. (ae, 29.3.2019)

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