Gemeinsamer Generalsekretär und Service GmbH für Bundesmuseen

    28. März 2019, 11:35
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    Ab 1. Jänner 2020 soll Service-Gesellschaft Bundesmuseen bei der "strategischen Planung und Koordinierung unterstützen"

    Die Bundesmuseen erhalten mit 1. Jänner 2020 einen gemeinsamen Generalsekretär, der den jeweiligen Vorsitzenden der Bundesmuseenkonferenz "operativ unterstützen" wird. Zusätzlich wird eine Bundesmuseen-Service-GmbH installiert, deren Geschäftsführer der Generalsekretär ist. Das gab Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt.

    Keine inhaltliche Einmischung

    Getroffen wurde die Entscheidung laut Blümel auf Basis des unter seinem Vorgänger Thomas Drozda (SPÖ) erarbeiteten "Weißbuchs", dessen Vorschläge mit "Zahlen unterlegt wurden, um eine Entscheidungsgrundlage zu haben". Die nunmehrige Lösung sei gemeinsam mit den Direktoren der Bundesmuseen erarbeitet worden. Die neue Service-Gesellschaft solle die Bundesmuseen bei der "strategischen Planung und Koordinierung unterstützen", um eine inhaltliche Einmischung werde es nicht gehen.

    Die Arbeitsbereiche des Generalsekretärs und der GmbH sollen von der Bundesmuseenkonferenz bestimmt werden, die auch vor der Bestellung im Rahmen einer Anhörung der Kandidaten in die Entscheidung miteinbezogen werden soll. Die Neuerungen sollen demnächst im Ministerrat beschlossen werden und mit 1. Jänner 2020 in Kraft treten.

    Von Opposition kommt Kritik

    Auf wenig Gegenliebe stößt Blümels Entscheidung bei der Opposition. "Anstatt von Seiten des zuständigen Kulturministers eine inhaltliche Strategie zu entwickeln, wie man zu einer besseren Abstimmung der Museen untereinander kommt und wie man die strategische Rolle des Bundes stärkt, wird ein neuer Posten und eine Struktur geschaffen, die noch dazu in keiner Variante des Weißbuches vorgesehen war", schreibt Drozda in einer Aussendung. Auch Wolfgang Zinggl, Kultursprecher von JETZT, zeigt sich wenig erfreut: "Eine grundlegende Reform besteht nicht darin, einen gut dotierten Job zu erfinden." (APA, 28.3.2019)

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